In Germany, the anti-BDS zeitgeist has taken over

In den USA ist die Israel-Lobby zwar auch sehr aktiv und einflussreich. Aber Deutschland scheint hier mal wieder einen Sonderweg zu gehen, was in den USA verwundert. Das von einer Gruppe von israelischen palästinensischen Journalisten publizierte +972 Magazine veröffentlichte eine lesenswerte kritische Einschätzung der Situation hierzulande. Übersetzt worden ist nur der erste Teil. Für den Rest sei auf das englische Original verwiesen: https://972mag.com/germany-anti-bds-zeitgeist-taken/141959/

In Deutschland hat der Anti-BDS-Zeitgeist die Oberhand gewonnen Weiterlesen

Iftar-Essen und Zuckerfest in Bremen

   Wie jedes Jahr so zelebrierte sowohl die Palästinensische Gemeinde Bremen, wie auch die Syrische Gemeinde und der Syrische Kulturverein mit allen ihren Freunden und Unterstützern sowohl das Iftar-Essen zum Fastenbrechen anläßlich des Fastenmonats Ramadan, wie auch das kurz darauf folgende Zuckerfest zum Ende des Fastenmonats Ramadan. Wie jedes Jahr wurden die Mitglieder und Freunde der Deutsch-Palästinesischen-Gesellschaft Bremen e.V. sowohl zum Iftar-Fastenbrechen wie auch zum Zuckerfest eingeladen. Beide Veranstaltungen fanden in Walle im türkischen Veranstaltungszentrum Event Palace mit ihren großen Säalen statt. Über 400 Palästinenser kamen mit Familien zusammen. Weiterlesen

Warum haben mich heute israelische Soldaten beschossen?

Liebe Freunde, friedlicher kann man nicht „demonstrieren“, als ich es heute am Grenzzaun von Gaza versuchte. Ich hielt ein Plakat hoch: „Liebe Israelis, bitte behandelt die Palästinenser so, wie ihr selbst behandelt werden wollt!“ Als ich einige hundert Meter vor der Grenze umdrehte, schoss mir ein israelischer Soldat ein Gummigeschoss in den Rücken. Schaut euch das 7-Minuten-Video an! In keinem Rechtsstaat der Welt wird man wegen eines so versöhnlichen Satzes beschossen. So kann das nicht weitergehen. Euer JT Weiterlesen

„Der Grundfehler liegt in der Identifizierung des Judentums mit dem Zionismus“

Prof. Dr. Dr. theol. h.c. Johannes Wallmann, emeritierter Ordinarius für Kirchengeschichte an der Universität Bochum, kritisiert in einem Brief an Friedhelm Pieper, Präsident des Koordinationsrates der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit, heftig eine Broschüre des Ev. Arbeitskreises für das christlich-jüdische Gespräch zum Thema „Israel und Palästina zwischen Besetzung und Bedrohung“. Die Broschüre ist hier zugänglich: https://unsere.ekhn.de/detail-unsere-home/news/israel-und-palaestina-zwischen-besetzung-und-bedrohung.html

Wallmann trifft mit seiner Grundthesen ins Schwarze: „Der Grundfehler liegt in der Identifizierung des Judentums mit dem Zionismus, der das ganze Heft durchzieht, und keinen Raum lässt für ein Judentum, das nicht zionistisch ist.“ Weiterlesen

Gerhard Fulda: „Regime Change – der deutsche Abschied vom Völkerrecht“

Am 23. Mai 2019 hielt Dr. Gerhard Fulda im Bürgerhaus Weserterrassen einen spannenden Vortrag über „Regime Change – Der deutsche Abschied vom Völkerrecht“. Die gut über 50 Anwesenden waren trotz der Beeinträchtigung der Tonqualität durch die Headset-Anlage sehr beeindruckt und diskutierten im Anschluss noch über eine Stunde mit dem Referenten aus Berlin. Dr. Fulda war lange Jahre Botschafter für die Bundesrepublik Deutschland in verschiedenen Staaten des Nahen Ostens und in Indonesien. Die Arbeit an seiner Dissertation über die Sozialreformen Gamal Abdel-Nassers hatte den Juristen Gerhard Fulda zwischen Herbst 1964 und Frühjahr 1966 schon früh nach Ägypten geführt. Zusammen mit seinen späteren Auslandsverwendungen im diplomatischen Dienst hat er insgesamt 12 Jahre in der arabischen bzw. islamischen Welt gelebt und gearbeitet.  Die Stationen waren Marokko, Saudi-Arabien, wiederum Ägypten und schließlich bis zum Eintritt in den Ruhestand im Sommer 2004 als Botschafter in Indonesien, dem bevölkerungsreichsten islamischen Land. Weiterlesen

Im Kampf gegen den Antisemitismus hilft das nicht – ein Artikel aus der ZEIT

Vorbemerkung: Hier ein beachtenswerter Artikel aus der ZEIT zum unsäglichen Beschluss des Bundestages vom 17. Mai 2019, dessen Mitglieder sich entweder nicht die Mühe gemacht haben, sich zu informieren bzw. die Tragweite ihres Beschlusses nicht erkannt haben. So kann also eine verantwortungsbewusste Berichterstattung und Kommentierung auch aussehen.

In einer gemeinsamen Stellungnahme kommentieren 16 Nahost-Expertinnen und -Experten, die am Ende dieses Beitrags genannt sind, die pauschale Verurteilung der BDS-Bewegung durch eine Bundestagsresolution. Sie erläutern, warum sie den Beschluss für wenig zielführend halten und empfehlen, dass sich die Bundesregierung dieser Position nicht anschließt. Weiterlesen

Das Wort haben: Jüdische Stimmen für gerechten Frieden in Nahost

Teil 1 und Teil 2 der Veranstaltung des AK Geschichte sozialer Bewegungen Owt West, der Internationalen Liga für Menschenrechte und der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte am 26. Mai 2019 in Berlin

Die Kritik an der Politik Israels gegenüber den Palästinenser*innen beantworten israelische Regierungen in den letzten Jahren verstärkt mit einer Kampagne, die darauf abzielt, diese Kritik durch den Vorwurf, sie sei antisemitisch, zu diskreditieren. Diese Verleumdungskampagne wird in Deutschland von der Regierung und vielen Vertreter*innen eines breiten politischen Spektrums von rechts bis links sowie von den Medien weitgehend unkritisch umgesetzt. Als die „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ im März dieses Jahres den Göttinger Friedenspreis erhielt, Weiterlesen

Ilana Hammerman in Haaretz zum BDS-Bundestagsbeschluss

BIB Aktuell #69: Eine jüdisch-israelische Antisemitin?

von bibjet

Der Bundestagsbeschluss vom 12. Mai zur Ächtung von Boykotten gegen Israel macht die israelische Friedensbewegung wütend. HaAretz ist die einzige israelische Tageszeitung – mit nur kleiner Auflage in Israel – , in der die Friedensbewegung zu Wort kommt. Am 24. Mai veröffentlichte HaAretz einen zornigen Essay von Dr. Ilana Hammerman. Sie ist 1944 in Haifa geboren und hat in Deutschland promoviert (im schönen Bielefeld), aber ihre Sympathien gegen Deutschland gehen nach diesem Bundestagsbeschluss gegen Null. Wir haben den Artikel ins Deutsche übersetzt. Weiterlesen

Stellungnahme des Präsidiums der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V.

Wer die Debatte zum Antrag „Der BDS-Bewegung entgegentreten – Antisemitismus bekämpfen“ von Union, SPD, Grünen und FDP verfolgte, konnte unschwer erkennen, wie undifferenziert diskutiert wurde. Die Befürworter des Antrages bekannten sich bedingungslos zum Existenzrecht des Staates Israel, das angeblich durch die in Palästina geborene und in vielen Ländern unterstützte gewaltfrei BDS-Bewegung gefährdet sei. Weiterlesen

Gideon Levy: „Schande über dich, Deutschland“

Deutschland hat gerade die Gerechtigkeit unter Anklage gestellt, indem berechtigte Schuldgefühle wegen der deutschen Vergangenheit zynisch und manipulativ bis ins Extreme ausgenutzt wurden. Es ist tatsächlich soweit gekommen, dass der deutsche Bundestag am letzten Freitag eine der empörendsten und bizarrsten Resolutionen seit dem Ende des zweiten Weltkrieges verabschiedet hat. Der Bundestag hat die Bewegung Boykott-Desinvestment-Sanctions (BDS) gegen Israel als antisemitisch definiert. Benjamin Netanjahu und Gilad Erdan haben gejubelt. Deutschland sollte sich schämen. Weiterlesen