Clemens Messerschmid: Wem gehört das Wasser? Der palästinensisch-israelische Wasserkonflikt

Wann:
8. November 2016 um 19:00
2016-11-08T19:00:00+01:00
2016-11-08T19:30:00+01:00
Wo:
Überseemuseum
Bahnhofstraße
28195 Bremen
Deutschland

Eintritt frei, aber Spenden werden erbeten. Mit Clemens Messerschmid konnten wir DEN Wasserspezialisten für Palästina gewinnen, der in aller Deutlichkeit die Fakten auf den Tisch legt und mit gängigen Mythen aufräumt. Lassen Sie sich diesen Vortrag nicht entgehen! In der ARD–Tagesschau hat C. Kleber mit ihm kürzlich einen sehr informativen und sachlichen Bericht präsentiert, der zu heftigen Protesten aus dem Lager der unbelehrbaren philosemitischen Ideologen führte. Ebenso bei einer Reportage auf arte 2016.

Clemens Messerschmid, von Beruf Hydrogeologe, lebt und arbeitet seit fast 20 Jahren in Palästina, vornehmlich in der West Bank (Ramallah). Neben seiner Tätigkeit in lokalen und internationalen Projekten zur Erkundung, Erschliessung und Nutzung der örtlichen Grundwasserressourcen, arbeitet er in der Projektplanung und Evaluierung. Er ist ausgesprochener Fachmann für hydropolitische Analysen im Nahen Osten. In den Debatten über den palästinensischen und israelischen Wasserkonsum wird meist so getan, als handele es sich um zwei gleichberechtigte Partner. Dabei wird der Zugang zu Wasser ganz und gar von der israelischen Besatzung bestimmt. Israel beansprucht nicht nur das meiste Wasser für sich – der israelische Staat beansprucht die Kontrolle über das gesamte Wasser in Palästina. Fast immer wird im Zusammenhang mit dem Palästina-Israel-Konflikt von einer Wasserknappheit in der Region ausgegangen. Das ist ein Mythos.  Die extreme Wasserkrise in Nahost ist keine üble Laune der Natur. Sie ist politisch erzeugt – sowohl von der jeweiligen israelischen Regierung als auch durch das stillschweigende Dulden dieser untragbaren Situation durch Geberländer wie Deutschland.

Veranstalter: Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Bremen e.V./ AK-Nahost-Bremen/ Israelisches Komitee gegen Hauszerstörung (ICAHD)/ Bremer Friedensforum/ Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz);

ViSdP: Dr. Detlef Griesche, griesche@ipmi.de

 

Clemens Messerschmid wird sprechen über:

  •  Wasssermythen
  •  Ressourcenlage (wieviel Wasser gibt es wo?)
  •  Besatzungsregime (Military permits, Joint Water Committee, etc.)
  •  Fehlender bzw assymmetrischer Zugang zu Wasser (Verknapppung, Isr. Verbrauch, Brunnen und Quellen)
  • Speziell Jordangraben – Siedler und das Dorf Jiftlik (Bezug zum  Film von Sabrina Dittus: Milliarden für den Stillstand)
  •  Entwicklung seit den Osloer Verträgen :die Projekte vor Ort und was alles falsch läuft: Speziell auch zu Jiftlik und der verfehlten Arbeit  der GIZ dort
  •  Zu unserer deutsche Verantwortung, bzw. dem Versagen (vor allem der einzigen offiziellen Stellungnahme der Bu-Regierung, LINKEN-Anfrage und bizarren Antworten)
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