Russland, Europa und die USA im geopolitischen Spannungsfeld – eine neue Ost- und eine neue Westpolitik sind überfällig!

Wann:
26. September 2017 um 19:30
2017-09-26T19:30:00+00:00
2017-09-26T19:45:00+00:00
Wo:
Gemeindezentrum Zion
Kornstraße 31
28201 Bremen
Deutschland

Begrüßung: Pastor Thomas Lieberum Vereinigte Ev. Gemeinde Bremen-Neustadt
Referenten: Folker Hellmeyer Chefanalyst der Bremer Landesbank Prof. Dr. Rudolf Hickel Universität Bremen
Moderation: Prof. Dr. Sönke Hundt Hochschule Bremen, Bremer Friedensforum

Entspannung statt Konfrontation! Für eine neue Ostpolitik und eine neue Westpolitik!
Die sich immer weiter drehende Spirale der Aufrüstungs- und Sanktionspolitik muss nicht sein und kann gestoppt werden. Konflikte können mit Verhandlungen auf Augenhöhe gelöst oder wenigstens entschärft werden. Die großen historischen Beispiele sind die Lösung der Kuba-Krise (1963), die Beendigung des Vietnam- Krieges (1973) und die von Egon Bahr und Willy Brandt nach 1963 begonnene Entspannungspolitik. Als nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion der Kalte Krieg beendet war, hofften die Menschen in Ost und West auf eine Ära des Friedens und der Zusammenarbeit. Feierlich verkündeten die Staats- und Regierungschefs von 32 europäischen Ländern sowie Kanada und den USA am 21. November 1990 die „Charta für ein neues Europa”. Sie enthält die Verpflichtung der Teilnehmer­staaten zur Einhaltung der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens in Europa.
Die Hoffnungen von damals sind bitter enttäuscht worden. Permanente Aufrüstung, militärische und wirtschaftliche Drohungen und zunehmende Spannungen haben zu einem neuen Kalten Krieg geführt, der in der östlichen Ukraine schon zu einem heißen Krieg geworden ist. Die Risiken in der internationalen Politik sind unüber-sehbar und unkalkulierbar geworden.

Für die weitere Entwicklung stellen sich drei grundsätzliche Fragen:
1. Können die USA ihre aggressiven geopolitischen Strategien und ihren Anspruch, die Weltmacht Nr. 1 zu sein, weiterhin auch in Europa durchsetzen?
2. Wird in der EU eine Politik dominant werden, die die Ausbildung eines eigenen Machtblocks mit eigenen imperialistischen Interessen und mit eigenen EU-Militärstrukturen, neben der Nato und in Konkurrenz zu den USA, zum Ziel hat?
3. Oder wird es gelingen, im Sinne der „Charta für ein neues Europa” eine Politik der friedlichen Konfliktlösung und Entspannung durchzusetzen, die zur Abrüstung und wirtschaftlichen Kooperation in Europa führt?

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