Schade: nur Konformismus

Einen Tag vor der großen Palästina-Demonstration hatte am 22. Juli 2014 ein „Bündnis linker Gruppen“, außerdem die jüdische Gemeinde und die Deutsch-Israelischen Gesellschaft zu einer Kundgebung auf dem Marktplatz aufgerufen. Etwa 200 Menschen waren dem Aufruf gefolgt, hörten sich die Reden an und konnten die Transparente („Gegen jeden Antisemitismus!“) lesen. Gegen diese Losung ist überhaupt nichts einzuwenden, und sie ist auch völlig unumstritten. In den Reden wurde aber deutlich, was eigentlich damit gemeint war, und das war „gegen jede Kritik an Israel“. Die Bildzeitung hatte mit zwei reißerischen Artikeln vom gleichen Tag die Linie vorgegeben. „Jetzt kommt der geballte Israel-Hass auch nach Bremen“, „Jüdische Bürger in Angst“, und „Hass-Demo gegen Israel in der City“. Weiterlesen

Offener Brief: Gegen eine Politik der Äquidistanz im Nahost-Konflikt

Offener Brief der AKL Bremen an Katja Kipping, Bernd Riexinger und Gregor Gysi. Die AKL Bremen hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 16. Juli 2014 die Erklärung „Spirale der Eskalation muss durchbrochen werden“, beschlossen von den beiden Sprechern der Bundespartei, Katja Kipping und Bernd Riexinger, sowie dem Sprecher der Bundestagsfraktion, Greogor Gysy, am 11. Juli 2014, intensiv diskutiert. Die Mitgliederversammlung beschloss daraufhin, den Parteispitzen die folgende kritische Stellungnahme als einen offenen Brief zu übermitteln. Die Antikapitalistische Linke (AKL) ist eine Strömung innerhalb der Partei DIE LINKE. Weiterlesen

Frieden und Gerechtigkeit für Palästina – Demonstration und Kundgebung

Flyer für die Demonstration und die Kundgebung

Große Demonstration und Kundgebung am Mittwoch, 23. Juli 2014.
17.00 Uhr Treffen Uhr Hauptbahnhof
17.30 Uhr Beginn der Demonstration zum Marktplatz
Kundgebung auf dem Marktplatz.

Hier der Flyer mit dem Aufruf und der Liste der Veranstalter

Ergänzung vom 21. Juli 2014: Der Aufruf ist vor dem Einmarsch der israelischen Armee in den Gazastreifen veröffentlicht worden. Inzwischen geht der Krieg mit einer unvorstellbaren Rücksichtslosigkeit Weiterlesen

Zakariya Masoud ist gestorben

Zacariya Masoud

Der gute Freund und politische Mitstreiter Zakariya Masoud hat uns für immer verlassen. Nach langem Leiden, das er tapfer und mit unbeugsamer Hoffnung auf Besserung bis zur letzten Minute ertragen hat, ist er in der Nacht zum Montag gestorben. Von Geburt war er Palästinenser, und das Schicksal seines Volkes hat sein ganzes Leben geprägt. Anders als wir, die wir uns sozusagen „von außen“ aus Empörung über das Unrecht, das man diesen Menschen seit Jahrzehnten angetan hat und immer noch antut, engagieren, war Zakariya unmittelbar betroffen und deshalb absolut authentisch. Er war ein direktes Opfer der Nakba (der palästinensischen Katastrophe von 1948, die eine ethnische Säuberung war). Als die zionistischen Milizen im April diesen Jahres Haifa stürmten, Weiterlesen

„Sleepless in Gaza – Israeli drone war on the Gaza Strip“

14-06-29 sleepless_in_gaza-300x298Am 1. Juli 2014 wurde bekannt, dass die israelische Regierung gegen den Referenten, Dr. Atef Abu Saif, ein Ausreiseverbot verhängt hat. Wie die Rosa-Luxemburg-Stiftung mitteilt, sollte die Gaza-Veranstaltung in Berlin am 1. Juli mit Katja Hermann (Büroleiterin der RLS in Ramallah) und Norbert Schepers (RLS Bremen) stattfinden. In Hamburg wird es am 3. Juli eine Ersatzveranstaltung mit Prof. Norman Paech und Norbert Schepers geben. Die Veranstaltungen in Kassel und Kiel werden nicht stattfinden. Die Studie „Sleepless in Gaza“ hier. (aus: junge Welt v. 01.07.14).

In der Studie „Sleepless in Gaza – Israeli drone war on the Gaza Strip“, Ramallah 2014, berichtet Atef Abu Saif Weiterlesen

Die Politik Israels psychologisch und psychoanalytisch erklärt – eine gut besuchte Veranstaltung in der Villa Ichon

01-200Avigail Abarbanel, geb. 1964, ist Psychologin und Psychoterapeutin. Außerdem ist sie Jüdin, Enkelin von Holocaust-Überlebenden, wuchs in einem Vorort von Tel Aviv auf, ging dort zur Schule, studierte in Israel auf der Bar-Ilan University und leistete ihren zweijährigen Militärdienst in der IDF. Dort war sie, wie sie erzählte, an der Ausarbeitung von Trainingsplänen für die libanesischen Milizen beteiligt, die 1982 das berüchtigte Massaker in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Schatila verübten. Vor allem aber ist sie, wie man heute sagen müsste, israelische Dissidentin. Sie brach mit ihrem Land, mit seiner herrschenden Ideologie des Zionismus, gab 2001 ihre Staatsbürgerschaft zurück, wanderte nach Australien aus Weiterlesen

Israelische Bürger schreiben an Dr. Gregor Gysi und Die Linke

Gregor Gysi reist vom 10. bis 17. Juni nach Israel und in die Palästinensischen Autonomiegebiete. Die Reise beginnt am Abend der Neuwahl des israelischen Präsidenten und knapp eine Woche nach der Einsetzung einer neuen palästinensischen Einheitsregierung. Wie auf seiner Facebook-Seite mitgeteilt wird, hält er während seiner Reise Vorträge u.a. bei der Israelischen Gesellschaft für Außenpolitik Weiterlesen

Antisemiten überall. Wie der Journalist Daniel Killy vom Bremer Weser-Kurier seinen Lesern den Nahen Osten darstellt

Der Bremer Weser-Kurier hat einen neuen Fachmann für Außenpolitik: Daniel Killy. Der Mann ist bei der einzigen Tageszeitung in Bremen Chef vom Dienst und nebenbei erklärt er den Lesern noch die Weltlage – besonders die Vorgänge im Nahen Osten. Killy bringt für diese Aufgabe einen soliden journalistischen Hintergrund mit, war er doch immerhin bei den Boulevard-Zeitungen Morgenpost und BILD-Zeitung tätig. In einem Interview des Internet-Blogs Castollux wird er vorgestellt als „verantwortlicher Redakteur bei BILD , er ist jüdischer Deutsch-Amerikaner und Experte für jüdische Themen und antisemitische Medienphänomene.“[i] Hinzugefügt sei, dass er der Sohn des sehr renommierten Germanisten Walter Killy ist. Weiterlesen

Große Kundgebung gegen die Todesurteile in Ägypten

Die Verhältnisse in Ägypten sind aus den hiesigen Medien fast vollständig verschwunden. Deshalb hatten die wichtigsten islamischen Organisationen in Bremen, die Schura Bremen als Dachverband der islamischen Religionsgemeinschaften, das „Netzwerk für Frieden“, die „islamische Konföderation“ und die Vereine der DITIB (die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) am 16. Mai 2014 um 16.30 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Marktplatz aufgerufen. Ungefähr 800 Menschen, davon die meisten Muslime waren dem Aufruf gefolgt. Viele hatten sich im Halbkreis vor dem Rednerpult in weißen Umhängen, der Farbe der Trauer, aufgestellt. Auf Schildern waren die Namen der zum Tode verurteilten oder von der Polizei oder dem Militär schon umgebrachten Menschen in Ägypten zu lesen. Weiterlesen