Öffentliche Meinung in Israel: Unterstützung für die Siedler in der Westbank sinkt

Eine Umfrage speziell über die Siedlungen in der Westbank zeigt lt. einem Bericht in der Haaretz v. 16.06.14 eine sinkende Unterstützung für die Siedler und eine steigende Bereitschaft für territoriale Zugeständnisse im Rahmen von Friedensverhandlungen. Außerdem steigt die Besorgnis wegen internationaler Boykottmaßnahmen.

Die israelische Gesellschaft ist hinsichtlich der Unterstützung für neue Siedlerprojekte der Regierung Netanyahu gespalten. Die neue repräsentative Umfrage, durchgeführt von einem Think Tank an der Ariel University und in Auftrag gegeben vom „Samaria and Jordan Valley Research and Development Center“ erbrachte einige interessante Ergebnisse:

Allgemein zu Siedlungen

  • 59 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Siedlungen Israels Beziehungen zu den USA schaden.
  • 50 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass das öffentliche Budget für die Siedlungen auf Kosten der Erziehung und der Sozialpolitik gehen.
  • 40 Prozent meinen, dass die jüdischen Siedlungen in Judäa und Samaria eine Verschwendung öffentlicher Gelder darstellen.

zur Westbank

  • 12 Prozent der Befragten ist für die Beibehaltung des status quo in der Westbank;
  • 31 Prozent befürworten eine teilweise oder vollständige Annexion;
  • eine Mehrheit (51 Prozent) spricht sich für einen teilweise oder vollständigen Rückzug aus, falls es zu einem entsprechenden Abkommen mit den Palästinensern kommt.

Terror
Ein Friedensabkommen wird nur befürwortet, wenn es verbunden ist mit einem vollständigen Ende des Terrors (84 Prozent) und einer entsprechenden Erklärung seitens der Palästinenser (82 Prozent).
Sönke Hundt

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