Doris Flack und Claus Walischewski – Bericht im Weserkurier

Im Weserkurier v. 22.12.2018 ein großer und guter Artikel von Kornelia Hattermann. Titel: Arbeiten für die Menschenrechte. Claus Walischewski und Doris Flack aus Bremen helfen Palästinensern in besetzten Gebieten beim Bau eines Gemeinschaftshauses und bei der Olivenernte.
 
Schon bei ihrem ersten Besuch vor sechs Jahren in den besetzten Gebieten der Westbank in Israel waren Doris Flack und Claus Walischewski schockiert von den Zuständen dort. „Das Ausmaß der Menschenrechtsverletzungen
war mir trotz der Arbeit bei Amnesty International nicht bewusst“, sagt Claus Walischewski. Grund zum Handeln für das Paar aus dem Ostertor, das mittlerweile vier Mal Israel-Palästina, wie sie es nennen, besucht hat. Zum zweiten Mal waren die beiden als Pensionäre jetzt mit einem Solidaritätscamp von ICAHD (The Israeli Committee against House Demolition) in der Westbank. Dieses „Israelische Komitee gegen Häuserzerstörung“ setzt sich für die Rechte von Palästinensern in den besetzten Gebieten ein. Gemeinsam mit 20 Aktivisten aus sechs Ländern haben die beiden Bremer jetzt ein Gemeinschaftshaus im Jordantal mit aufgebaut und in Nablus bei der Olivenernte geholfen. „Als Geste der Solidarität und symbolischer Akt.“

Die israelische Armee zerstöre in der Westbank außerhalb der Städte und Dörfer die Häuser von Palästinensern auf Flächen, die über 60 Prozent der Westbank ausmachen würden und völkerrechtswidrig besetzt seien, betont Claus Walischewski. Es handele sich um Häuser ganz normaler Leute. „Herzzerreißend“ sei es, zusehen zu müssen, wenn eine Familie die Anordnung erhalte, aus „übergeordneten Gründen“ müsse das Haus abgerissen werden, berichtet Doris Flack. Das sei Vertreibung, mit dem Ziel die palästinensische Bevölkerung in den Städten und größeren Dörfern zu konzentrieren.

Der ganze Artikel hier: https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-arbeiten-fuer-die-menschenrechte-_arid,1793712.html