Das Wort haben: Jüdische Stimmen für gerechten Frieden in Nahost

Teil 1 und Teil 2 der Veranstaltung des AK Geschichte sozialer Bewegungen Owt West, der Internationalen Liga für Menschenrechte und der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte am 26. Mai 2019 in Berlin

Die Kritik an der Politik Israels gegenüber den Palästinenser*innen beantworten israelische Regierungen in den letzten Jahren verstärkt mit einer Kampagne, die darauf abzielt, diese Kritik durch den Vorwurf, sie sei antisemitisch, zu diskreditieren. Diese Verleumdungskampagne wird in Deutschland von der Regierung und vielen Vertreter*innen eines breiten politischen Spektrums von rechts bis links sowie von den Medien weitgehend unkritisch umgesetzt. Als die „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ im März dieses Jahres den Göttinger Friedenspreis erhielt, war sie heftigen Antisemitismusvorwürfen ausgesetzt. Der Zentralrat der Juden hatte versucht, diese Preisverleihung zu verhindern. Der „Bundesbeauftragte für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus“ empfahl, ein Gutachten einzuholen, ob die Mitglieder der Jüdischen Stimme – „allesamt Juden“, wie Iris Hefets in ihrer Rede anlässlich der Preisverleihung sagte – Antisemit*innen sind oder nicht. Was für eine Ungeheuerlichkeit! Wir wollen diesen Verleumdungen nicht widerspruchslos zusehen und ein politisches Zeichen setzen, indem wir Vertreterinnen der Jüdischen Stimme die Möglichkeit geben, uns die Entstehung ihrer kritischen Haltung bezüglich der israelischen Politik gegenüber den Palästinenser*innen aus ihren unterschiedlichen Erfahrungsgeschichten begreifbar zu machen.

„Wir enttabuisieren die Kritik an Israel“ hatte Iris Hefets in ihrer Rede zur Preisverleihung gesagt; die Podiumsdiskussion könnte einen wichtigen Beitrag dafür leisten.

  • Iris Hefets, Psychotherapeutin, Vorsitzende „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“, Berlin
  • Ruth Fruchtman, Autorin, „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“, Berlin/Krakau
  • Inna Michaeli, Sozialwissenschaftlerin, Feministin, LGBTQI-Aktivistin, Berlin
  • Moderation: Andreas Zumach, Mitglied im Bündnis zur Beendigung der israelischen Besatzung

Eine Veranstaltung des AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West, der Internationalen Liga für Menschenrechte und der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

Diese Veranstaltung wird unterstützt von:

Ahmed Abed, Vorstandsmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte; AK Nahost Berlin; Attac-AG Globalisierung und Krieg; Vorstand APVD e. V.; Ina Darmstaedter, Canaan Project; Klaus Drechsel, ISO Berlin; Issam Haddad, Vorstand OMRAS e.V.; Georg Heidel, ISO Berlin; Richard Herding, ID kritische Medienpraxis; Internationale Sozialistische Organisation (ISO); Angela Klein, SoZ; Thomas Klein, Mitbegründer der Initiative für eine Vereinigte Linke; Revital Madar, Hebrew University of Jerusalem und fellow member of Minerva Humanities Center; Ina Messer, Neues Forum Berlin; Ökumenisches Zentrum für Umwelt-, Friedens- und Eine-Welt-Arbeit; Fanny Reisin, Internationale Liga für Menschenrechte; Eberhard Schultz, Vorsitzender der Eberhard-Schultz-Stiftung für soziale Menschenrechte und Partizipation und Vorstandsmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte; Sprecher/innenrat des Bundesarbeitskreises gerechter Frieden in Nahost der Partei DIE LINKE; Gisela Siebourg, Wiltrud Rösch-Metzler, pax christi Nahostkommission; Ingrid Rumpf, Flüchtlingskinder im Libanon e.V.; Willi van Miert; Sylvianne Tabaschnik, ISO Berlin; Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V.; Prof. em. Moshe Zuckermann, Soziologe, Historiker, Universität Tel Aviv.