Veranstaltungen

Feb
21
Mi
2018
Shir Hever: Was kostet die israelische Besatzung – und wer profitiert davon? @ Villa Sponte
Feb 21 um 19:00

Dr. Shir Hever, „Was kostet die israelische Besatzung und wer profitiert davon?“
Mi. 21.Februar 19 Uhr in der Villa Sponte, Osterdeich 59b

Die Unterhaltung einer Besatzungsarmee kostet einerseits viel Geld und die Besatzung hat andererseits eine negative Auswirkung auf die palästinensische Wirtschaft. Das wirft viele Fragen auf:

  • Wie wirkt sich die Besatzung auf a) die palästinensische b) die israelische Wirtschaft aus?
  • Ist die Besatzung ein Verlustgeschäft für Israel?
  • Wie viele Palästinenser arbeiten in den Siedlungen und in Israel und tragen so zum israelischen BSP bei?
  • Wie sind die palästinensische und israelische Wirtschaft miteinander verbunden?
  • Wie wir die palästinensische Wirtschaft eingeschränkt?
  • Warum exportieren die Palästinenser so wenig?
  • Wie wirkt sich die Boykottbewegung auf die Wirtschaft Israels aus?

Dr. Shir Hever ist ein israelischer Aktivist und Wissenschaftler, der in Berlin promoviert und bereits mehrere Bücher zum Thema Israel/Palästina geschrieben hat: „Die politische Ökonomie der israelischen Besatzung“ (2014), „The Privatization of Israeli Security“ (2017, Pluto Press)

Veranstaltet von: Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Bremen e.V., Israelisches Komitee gegen Hauszerstörung (ICAHD), AK Nahost Bremen, Bremer Friedensforum, Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz), ViSdP.: Dr. Detlef Griesche

Mrz
6
Di
2018
Abdallah Frangi: die aktuelle Entwicklung in Palästina aus erster Hand @ Überseemuseum
Mrz 6 um 19:30

Copyright: Das blaue Sofa / Club Bertelsmann.

Abdallah Frangi: Die aktuelle politisch, wirtschaftliche und soziale Situation und Entwicklungschancen in Palästina aus „erster Hand“

Am: Dienstag, den 6.März
Um: 19.30 Uhr
Im: Übersee-Museum Bremen (Am Hauptbahnhof)

Abdallah Frangi war Generaldelegierter Palästinas in der BRD, Gouverneur von GAZA, Berater von Arafat und aktuell Abbas. Frangi ist auch u.a. Preisträger des Osnabrücker Friedenspreises. Abdallah Frangi redet auf Deutsch!

Aufgewachsen in einer einflussreichen Beduinenfamilie, wurde Frangis Familie, als er fünf Jahre alt war, aus dem soeben gegründeten Staat Israel nach Gaza vertrieben. Mitte der 50-Jahre, als Gaza vom israelischen Militär besetzt wurde, gehörte sein ältester Bruder mit Arafat zu den Gründungsmitgliedern der Widerstandsbewegung AL-Fatah.

Nach dem Abitur ging Frangi nach Deutschland zum Medizinstudium, wo er sein Jahrzehnte anhaltendes Engagement für Palästina begann. Seit 1974 wurde der enge Vertraute von Arafat offizieller Vertreter der PLO in Bonn und später Berlin, wo er für alle wichtigen deutschen Politiker zum geschätzten Gesprächspartner wurde und die palästinensische Sache auf die Agenda setzen konnte. Er stand auf der Todesliste des israelischen Geheimdienst und überlebte nur knapp einem Briefbombenattentat.

Dennoch setzte sich Frangi unerschütterlich für eine friedliche Friedenslösung ein und versuchte in späteren Jahren, im Auftrag von Präsident Abbas die Zwistigkeiten zwischen El-Fatah und Hamas im Gaza-Streifen zu überwinden, zuletzt als Gouverneur von Gaza. Aktuell ist er als Berater des Präsidenten im Ministerrang in Deutschland und Europa für die wirklichkeitsgetreue Information über die katastrophalen Verhältnisse in der Westbank und Gaza zuständig.

Abdallah Frangi hat seine jahrzehntelangen Erfahrungen und Erlebnisse an der Seite des früheren Präsidenten Jassir Arafat, als erster Generalbevollmächtigter in der BRD, seine Begegnungen mit führenden Politikern im In- und Ausland schon 2011 in einem spannenden faktenreichen Buch mit vielen historischen Quellen publiziert: Der Gesandte. Mein Leben für Palästina. Hinter den Kulissen der Nahost-Politik. Heyne-Verlag München 2011.

Veranstaltet von: Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Bremen e.V., Israelisches Komitee gegen Hauszerstörung (ICAHD), AK Nahost Bremen, Bremer Friedensforum, Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz), Kairos Palästina Solidaritätsnetz Gruppe Bremen. ViSdP.: Dr. Detlef Griesche (griesche@ipmi.de <mailto:griesche@ipmi.de>) Bei Interesse an einem direkten oder telefonischem Interview sind frühzeitige Terminabsprachen möglich über: 0421/4309510 oder 015738759634 möglich!

Apr
12
Do
2018
Arn Strohmeyer präsentiert sein neues Nahost-Buch @ Weserterrassen
Apr 12 um 19:00

Die israelisch-jüdische Tragödie. Von Auschwitz zum Besatzungs- und Apartheidstaat. Das Ende der Verklärung
Donnerstag, 12. April 2018 – 19:00 Uhr – Weserterrassen, Osterdeich 70 b
Einführung: Professor Hans Jürgen Bandelt (Oldenburg)
Seit 50 Jahren hält Israel völkerrechtswidrig palästinensische Gebiete besetzt und ein Ende – und damit eine Friedenslösung – ist nicht in Sicht. Um diesen Zustand zu zementieren, hat Israel apartheidähnliche Zustände geschaffen: In Israel selbst unterliegen die Palästinenser großer Diskriminierung, im Westjordanland und im Gazastreifen werden sie hinter Mauern und Zäunen – sozusagen in Reservaten oder Bantustans – weggesperrt. Rund 4,5 Millionen Menschen müssen dort inzwischen ohne politische und bürgerliche Rechte leben, die Menschenrechtslage ist verheerend. Wer diese Zustände kritisiert, muss damit rechnen, als „Antisemit“ verleumdet zu werden. Die israelische Politik hat sich so aber selbst ausmanövriert: Die Zwei-Staaten-Lösung ist wegen des Siedlungsbaus auf palästinensischem Land nicht mehr möglich, eine Ein-Staaten-Lösung würden die Palästinenser mit ihrer Mehrheit dominieren.

Eine ausweglose Situation, die nur noch mit dem Begriff des Tragischen zu verstehen ist: Der handelnde Protagonist (Israel) gefährdet durch seine kompromisslose Politik des Hochmuts und der Hybris die eigene staatliche Existenz. Als Zukunftsmodell bietet sich nur noch die Apartheid-„Lösung“ an, die auf der weiteren Unterdrückung eines ganzen Volkes beruht und deshalb keine Überlebenschance hat. Das Scheitern und damit ein Ende des Zionismus scheint so absehbar zu sein. Wie es dazu gekommen ist, dass der Staat, der die Notwendigkeit seiner Existenz auf den Holocaust zurückführt, zum Besatzungs- und Apartheidstaat werden konnte, schildert dieses Buch.

Veranstalter: Gabriele Schäfer Verlag, Herne; Unterstützer: Bremer Friedensforum, AK Nahost Bremen, ICAHD (Israeli Committee Against House Demolitions) Gruppe Bremen

Apr
27
Fr
2018
„Oliven und Asche“ – Fida Jiryis und Assaf Gavron lesen aus ihrem neuen Buch @ Konsul-Hackfeld-Haus
Apr 27 um 18:00

Ort: Konsul-Hackfeld-Haus, Birkenstraße 34, Bremen
Datum: 27.4.2018
Zeit: 18 h
Veranstalter: Stiftung die schwelle26

mehr infos: http://dieschwelle.de/termine/anzeige/news/lesung-oliven-und-asche.html

Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus vielen verschiedenen Ländern reisten auf Einladung der israelischen Friedens- und Menschenrechtsorganisation Breaking the Silence nach Palästina. Sie haben dort mit vielen Menschen gesprochen, gefragt und beobachtet und sich selbst ein Bild von der Lage gemacht. Das Resultat sind intensive Essays und Geschichten, die sich mit dem Leben der Palästinenserinnen und Palästinenser unter der Besatzung Israels beschäftigen und uns die Konsequenzen, die diese für die Menschen vor Ort bedeuten, vor Augen führen.

Breaking the Silence ist ein langjähriger Projektpartner der Stiftung die schwelle. (http://dieschwelle.de/index.php?id=118&L=1%27)

Das Buch:
Ayelet Waldman u. Michael Chabon (Hrsg.)
Oliven und Asche: Schriftstellerinnen und Schriftsteller berichten über die israelische Besatzung in Palästina
Kiepenheuer&Witsch (5. Oktober 2017)

 

Breaking the Silence: Reden über Besatzung in Israel
(http://dieschwelle.de/index.php?id=118&L=1%27)

Die israelische Organisation „Breaking the Silence“, gegründet von ehemaligen Soldatinnen und Soldaten, spricht die Wunden an, die die Besetzung der palästinensischen Gebiete bei den jungen Soldatinnen und Soldaten verursacht.

Mit der Enttabuisierung des Traumas fördert sie eine offene Debatte über die Folgen der Besatzung in den Seelen der Besatzer. So trägt sie dazu bei, auf der israelischen Seite den Gewinn deutlich zu machen, den offene Gespräche mit den Gegnern, die Beachtung der Menschenrechte und eine Aufhebung der gewaltsamen Besatzung, für die Zukunft Israels haben können.

Die Mitglieder von „Breaking the Silence“ sammeln Zeugnisse, die sie in Dokumentationen, Ausstellungen und Filmen präsentieren. Bei Führungen durch die palästinensische Stadt Hebron zeigen sie welche Auswirkungen die Besetzung der Altstadt durch israelische Siedler und Armee für die palästinensischen Bewohner hat. Über 5000 dieser geführten Touren hat die Organisation in den letzten Jahren durchgeführt, unter anderem nahmen Knesset-Mitglieder, ausländische Diplomaten und Journalisten daran teil.

Mai
18
Fr
2018
Moshe Zuckermann: „Antisemitismus! Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument“ @ Überseemuseum Bremen
Mai 18 um 19:00

Foto: Arne List. Wikimedia

Antisemitismus! Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument
Am: Freitag, den 18.Juni; Um: 19 Uhr; Im: Übersee-Museum (Am Hauptbahnhof)

Antisemitismus ist eine der verruchtesten Formen moderner Ideologien. Diese Behauptung bedarf heutzutage keines Nachweises mehr, zu katastrophal waren seine Auswirkungen, als dass sie in Abrede gestellt werden könnte. Die Ächtung von Antisemitismus ist ohne jeden Zweifel eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Problematisch und kontraproduktiv wird es dort, wo ein vermeintlich kritischer Diskurs in herrschaftliches Bekenntnis umschlägt, wo Anti-Antisemitismus politisch missbraucht wird, wo sich eine vermeintlich kritisch auftretende Rezeption als ideologisch entpuppt.
Moshe Zuckermann wagt eine Analyse dieser Entwicklung. Für ihn steht fest, dass die Verwendung des Antisemitismus-Vorwurfs als Parole im vermeintlichen Kampf gegen Antisemitismus „in eine fürchterliche Epidemie umgeschlagen ist.“ Längst schon sei sie zum Totschlag-Ideologem eines durch und durch fremdbestimmten Anspruchs auf politisch-moralische Gutmenschlichkeit geronnen. Ob man diese Epidemie heilen kann, wird sich erst erweisen müssen. Dass man sie erklären muss, scheint dringlicher denn je.

Moshe Zuckermann wurde 1949 in Tel-Aviv geboren. Lebte zwischen 1960 und 1970 in Deutschland (Frankfurt am Main). Nach der Rückkehr nach Israel Studium der Soziologie, Politologie und Geschichte an der Universität Tel-Aviv. Lehrte seit 1990 am Cohn Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas (TAU). 2000-2005 Direktor des Instituts für Deutsche Geschichte (TAU). 2009-2013 akademischer Leiter der Sigmund-Freud-Privatstiftung in Wien. Seit Oktober 2017 emritiert.

Seine Forschungsschwerpunkte sind: Geschichte und Philosophie der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften; Frankfurter Schule; Ästhetische Theorie und Kunstsoziologie; der Einfluß der Shoah auf die politischen Kulturen Israels und Deutschlands.

Moshe Zuckermann publizierte zahlreiche Bücher und Aufsätze auf Hebräisch und Deutsch. Die wichtigsten Publikationen in Deutsch sind u.a.

  • Das Trauma des “Zweierlei Holocaust. Der Holocaust in den politischen Kulturen Israels und Deutschlands, Göttingen 1998
  • Gedenken und Kulturindustrie. Ein Essay zur neuen deutschen Normalität,Bodenheim-Berlin 1999
  • Kunst und Publikum. Das Kunstwerk im Zeitalter seiner gesellschaftlichen Hintergehbarkeit, Göttingen 2002;
  • Deutschland – Israel. Reflexionen eines Heimatlosen, Wien 2006
  • Sechzig Jahre Israel. Die Genesis einer politischen Krise des Zionismus, Bonn 200;
  • „Antisemit!“ Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument, Wien 2010. Wider den Zeitgeist. Aufsätze und Gespräche über Juden, Deutsche, den; Nahostkonflikt und Antisemitismus, Bd.1, Hamburg 2012;
  • Wider den Zeitgeist. Zur Aktualität der Kritischen Theorie, Bd.2, Hamburg 2013;
  • Israels Schicksal. Wie der Zionismus seinen Untergang betreibt, Wien 2014;
  • Freud und das Politische. Psychoanalyse, Emanzipation und Israel, Wien 2016

Veranstaltet von: Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Bremen e.V., Israelisches Komitee gegen Hauszerstörung (ICAHD), AK Nahost Bremen, Bremer Friedensforum, Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz), Kairos Palästina Solidaritätsnetz Gruppe Bremen. ViSdP.: Dr. Detlef Griesche (griesche@ipmi.de) Bei Interesse an einem direkten oder telefonischem Interview sind frühzeitige Terminabsprachen möglich über: 0421/4309510 oder 015738759634 möglich

Jun
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Di
2018
Alia Rayyan: „Reviewing Jerusalem – Kunst, Politik, Gesellschaft. Zur Identitätstiftung für die Palästinenser unter Besatzung“ @ Villa Sponte
Jun 5 um 19:00

Reviewing Jerusalem – Kunst, Politik, Gesellschaft. Zur Identitätstiftung für die Palästinenser unter Besatzung

Am: Dienstag, den 5. Juni; Um: 19 Uhr;

In der: Villa Sponte-Zeitkultur e.V. (Osterdeich 58b)

Alia Rayyan wurde in Bremen/ Ritterhude als Tochter eines Palästinensers und einer Deutschen geboren. Nach dem Abitur studierte sie internationale Politik, Soziologie und Kunstgeschichte und arbeitet seit 2001 als Kulturmanagerin, Journalistin und Kuratorin in Berlin, Beirut, Amman, New York und Ramallah. Sie .durchlief verschiedene Stationen als Medienschaffende in verschiedenen Medien in Europa, zog dann nach Palästina und realisierte mit ihrem heutigem Mann, dem palästinensischem Filmemacher Hannah Atalla mehrere EU-finanzierte Projektedes so auch den Film „So far –so near“. Ihre filmische Arbeit war integriert in ein von der GTZ finanziertem Projekt zur Identifikation palästinensischer Identitäten in verschiedenen Lebenszusammenhängen, vor allem in der Arbeit mit Jugendlichen. Sie initiierte in der Altstadt vonJerusalem die Galerie für arabische Kunst Alhoash, die sie als Direktorin und Kuratorin von 2013 bis 2015 leitete. Seit 2016 ist sie neben einigen internationalen Projekten Doktorantin des DFG Graduiertenkolleg »Kulturen der Kritik« (Cultures of Critique) mit Lehrauftra an der Leuphana Universität Lüneburg mit den Schwerpunkten Erinnerungskultur und identitätsforschung, sowie Geschichtskonstruktionen

Gegenstand des Vortrages sind die partizipativen Kunstinterventionen der palästinensischen Kunstorganisation Alhoash in der Altstadt von Jerusalem, die die Doktorandin Alia Rayyan (Deutsch/Palästinensisch) in ihrer ehemaligen Position als Direktorin und Kuratorin von 2013 bis 2015 initiiert hat.  Unter der Bezeichnung REclaiming Public Space hat sie zusammen mit internationalen und palästinensischen Künstlern versucht, den öffentlichen Lebensraum von Palästinensern in Jerusalem mit neuen künstlerischen politisch aktivistischen Methoden zu bespielen, um gesellschaftlich relevanten Protest am Status Quo zu aktivieren. 

Veranstaltet von: Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Bremen e.V., Israelisches Komitee gegen Hauszerstörung (ICAHD), AK Nahost Bremen, Bremer Friedensforum, Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz), Kairos Palästina Solidaritätsnetz Gruppe Bremen. ViSdP.: Dr. Detlef Griesche (griesche@ipmi.de) Bei Interesse an einem direkten oder telefonischem Interview sind frühzeitige Terminabsprachen möglich über: 0421/4309510 oder 015738759634 möglich