Veranstaltungen

Jan
11
Mi
2017
Diskussion mit Andreas Zumach (Journalist, Genf): „Syrien, Irak, Israel/Palästina – wie kann es weiter „Syrien, Irak, etc. wie weiter mit Donald Trump?“ @ Freiwilligenagentur
Jan 11 um 19:00

Achtung! Ander Veranstaltungsort: Freiwilligenagentur, 28211 Bremen, Dammweg 18
Mittwoch, 11. Januar 2017, 19 bis 21 Uhr, Bremen, Vortrag / Diskussion mit Andreas Zumach (Journalist, Genf): „Syrien, Irak, Israel/Palästina – wie kann es weiter gehen?“ Veranstalter: VHS Bremen

Jan
21
Sa
2017
Israelkritik und Antisemitismus – Vortrag von Abi Melzer @ Universitätsgästehaus
Jan 21 um 18:00

Abi Melzer: Israelkritik und Antisemitismus
Samstag, 21.01.2017, 18 Uhr, Universitätsgästehaus , Bremen, Teerhof 58
(Reihe: Meinungsfreiheit, 1)

Abi Melzer ist ein in Israel geborener deutscher Publizist und Verleger, Herausgeber der online-Zeitschrift DER SEMIT (http://der-semit.de/). Er ist ein Kritiker der israelischen Regierung, insbesondere der Besatzungs- und Siedlungspolitik im Westjordanland. Am 27.09. 2016 sollte er in München einen Vortrag über „Antisemitismus heute“ halten. Dies wurde unter anderem aufgrund einer Intervention von Charlotte Knobloch durch das Kulturreferat der Münchner Stadtverwaltung verhindert. Begründung: in der Veranstaltung werde „die Grenze zwischen Israelkritik und Antisemitismus überschritten“. Ähnliches hat sich in den letzten Monaten auch in anderen deutschen Städten (Bochum, Göttingen, Kiel, Köln, Leipzig, Nürnberg, Oldenburg etc.) abgespielt. Dies hat mich veranlasst, Abi Melzer zu bitten, zu dieser Thematik in Bremen zu sprechen, in der Erwartung, dass die Meinungsfreiheit wenigstens in Bremen noch etwas gilt.
 
Prof. (i.R.) Dr. Johannes Feest (Universität Bremen)

P.S. Charlotte Knobloch ist seit 1985 Präsidentin der Israelischen Kultusgemeinde München und Oberbayern; bis 2010 war sie Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland. Abi Melzer hat inzwischen einen Zivilprozess gegen sie gewonnen. Das LG München hat ihr am 30.11.2016 untersagt, zu behaupten, „Abi Melzer ist für seine antisemitischen Äußerungen regelrecht berüchtigt“. Für den Falle der Zuwiderhandlung hat das Gericht ein Ordnungsgeld in Höhe bis zu 250.000 €, ersatzweise 6 Monate Ordnungshaft festgesetzt.

Feb
9
Do
2017
Wem gehört Jerusalem? Kämpfe um die heilige-unheilige Stadt @ Villa Ichon
Feb 9 um 19:00

Saman Khoury

Vortragsveranstaltung mit Daniel Seidemann und Saman Khoury
Wem gehört Jerusalem? Kämpfe um die heilige-unheilige Stadt
Am: Do., 9.2.2017 um 19.00 Uhr in der Villa Ichon (Goetheplatz 4)

Zum Inhalt: Der international umstrittene israelische Siedlungsbau in und um Jerusalem steht paradigmatisch für die israelisch-palästinensischen Konfliktlage, die sich v.a. an territorialen und bevölkerungspolitischen Linien entfalten. Konkurrierende religiöse, nationale und historische Narrative existieren in enger Nachbarschaft in der Stadt – ein konstanter Kampf um Legitimität, Anerkennung und Überleben.

Ein Beispiel für diese territorialen (Macht-)kämpfe ist der Stadtteil Silwan in Ost-Jerusalem. Ein „Garten des Königs“ soll in der „Stadt des Königs David“ (City of David) in Sicht des Felsendoms entstehen, weshalb palästinensischen Bewohner*innen enteignet und ihre Häuser z.T. abgerissen werden sollen. Israelische Siedler*innen haben einige Häuser schon übernommen. Durch den Siedlungsbau und deren Erweiterung in der Westbank werden palästinensische Städte und Ortschaften zunehmend eingeschlossen, die Zukunft der dortigen arabischen Einwohner*innen wird zunehmend perspektivlos. Dieses ist Teil der israelischen Siedlungspolitik, die zum Ziel hat, die palästinensische Bevölkerung auch in den Autonomiegebieten demographisch zur Minderheit zu machen. Besonders vermehrt in den letzten zwei Jahren reagieren vor allem junge palästinensische Menschen auf diese Hoffnungslosigkeit mit Gewalt. Auf deren Angriffe mit Messern, Schusswaffen und Autos, die israelischen Sicherheitskräfte gnadenlos reagieren.

Wie kann diese Eskalation aufgehalten werden? Welche rechtlichen Möglichkeiten werden in Bezug auf die Enteignungen ausgeschöpft? Wie werden die Menschenrechtsverletzungen thematisiert? Was für eine Zukunft hat Jerusalem, auch als Vielvölkerstadt, unter diesen Vorzeichen/Veränderungen? Um politische Lösungsansätze und damit Friedensperspektiven bemühen sich die in Jerusalem lebenden Referenten/Podiumsgäste Daniel Seidemann und Saman Khoury.

Zu den Referenten: Daniel Seidemann ist israelischer Rechtsanwalt, amerikanischer Herkunft, der schon viele Jerusalem-bezogene Rechtsstreitigkeiten vor den Obersten Gerichtshof gebracht hat. Er ist der Mitbegründer von Ir amim (Stadt der Völker) und Terrestrial Jerusalem, einer NGO, die sich mit den territorialen Konflikten in Jerusalem und deren politischer Implikationen beschäftigt, anschaulich dargestellt in seiner Publikation „A Geopolitical Atlas of East-Jerusalem“.

Saman Khoury ist palästinensischer Journalist und Politiker, Friedensaktivist und Generaldirektor des Peace and Democracy Forum in Jerusalem. Er war an der Genfer Friedensinitiative im Jahr 2003 beteiligt, die einen Vorschlag zwischen Palästina und Israel aushandelten.

Veranstalter: AK Nahost Bremen, Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Bremen e.V., ICAHD (Israelisches Komitee gegen Hauszerstörung), Bremer Friedensforum, biz (Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung). Besuchen Sie unsere homepage: www.Nahost-Forum-Bremen.de

Mrz
9
Do
2017
Prof. Dr. Alexander Flores: „Die Nakba – eine fortgesetzte Katastrophe“ @ Villa Sponte
Mrz 9 um 19:00

Prof. Dr. Alexander Flores: „Die Nakba – eine fortgesetzte Katastrophe“
9. März 2017 ׀ 19 Uhr ׀ Villa Sponte, Osterdeich 59B
Im zeitlichen Umfeld der israelischen Staatsgründung 1948 wurden etwa 750.000 Palästinenser aus ihrer Heimat vertrieben. Dieser Vorgang wird im Arabischen mit dem Begriff „Nakba“ bezeichnet. Der Vortrag beschreibt, wie diese Vertreibung vor sich ging, und zeigt, dass sie in der zionistischen Ideologie angedacht war und bis heute weitergeht.

Alexander Flores war bis 2014 an der Hochschule Bremen Professor für Wirtschaftsarabistik. Er hat 5 Jahre in arabischen Ländern gelebt und gelehrt, u.a. in
Palästina an der Bir Zeit Universität.

Mrz
18
Sa
2017
Daoud Nassar vom Friedensprojekt „Tent of Nations“ in Bremen @ Kirchengemeinde "Alt Aumund"
Mrz 18 um 19:30

Foto: Gied ten Berge, WikicommonsAm 18. März 2017 um ??? kommt Daoud Nassar in die Kirchengemeinde „Alt Aumund“, eingeladen von Pastor Jan Lammert. Daoud ist palästinensischer Christ und Gründer und Leiter des weltweit bekannt gewordenen Friedensprojektes „Ten of Nations“. Er betreibt mit der Familie im Sinne seines Vaters das christlich motivierte Projekt „Zelt der Völker“ auf eigenem Landbesitz, neun Kilometer südwestlich von Betlehem in dem von Israel besetzten palästinensischen Gebiet des Westjordanlands, umgeben von israelischen Siedlern. Parallel vertritt die Familie seit 1991 ihre durch osmanische, britische, jordanische und israelische Dokumente verbrieften Besitzrechte an ihrem durch die israelischen Siedler rundum bedrängten Grundbesitz vor israelischen Gerichten in der Hoffnung auf „Frieden in Gerechtigkeit“. Den 42 Hektar großen Weinberg hatte Nassars Großvater, der mit seiner Familie aus dem Libanon zugewanderte christliche Araber Daher Nassar, im Jahr 1916 gekauft.

Aktuell gibt es derzeit wieder Spannungen rund um den Weinberg im Gebiet des Siedlungsblocks Guss Ezion, die auch große Auswirkungen für die Familie Nasser haben.
Wie sie/ihr dem durch Link beigefügten Bericht entnehmen können ist (wie schon sooft) die einzige Zufahrtsstrasse von Bethlehem kommend für die Bewohner der Dörfer Battir, Husar und Nahalin gesperrt. Für die mehr als 10.000 Bewohner/innen dieser Dörfer bedeutet diese Absperrung das viele nicht zur Arbeit nach Bethlehem kommen können. Für die Familie Nassar ist die einzige Möglichkeit von ihrem Wohnort Bethlehem mit dem Fahrzeug zu dem Gelände des Weinberges (bei Nahalin) zu gelangen, ebenfalls unterbunden. Mehr Infos hier.

Da derzeit auch die andere Zugangsmöglichkeit zum Weinberg, von der Straße 60 kommend bei der Siedlung Neve Daniel  (die Straße selbst ist seit langem durch einen Roadblock gesperrt) wegen des Baus einer Thoraschule dort, immer mal wieder ganz abgesperrt wird, muss befürchtet werden, das dies auch ein (weiterer) Versuch der israelischen Militärverwaltung ist, die Familie Nassar („wir weigern und Feinde zu sein“) unter Druck zu setzen „ihren“ Weinberg zu verlassen.

 

Apr
23
So
2017
Rechtliche und ethisch-politische Grenzen der Meinungsfreiheit @ Universitätsgästehaus
Apr 23 um 17:00

Achtung! Fällt leider eines technischen Problems aus und wird zu einem späteren Termin nachgeholt.
Am Sonntag, 23.4.2017, 17 Uhr, findet im Universitätsgästehaus ein Vortrag von Prof. Dr. Ulli Rühl über „Rechtliche und ethisch-politische Grenzen der Meinungsfreiheit“ statt. Auf diese Weise soll der verfassungsrechtliche Hintergrund ausgeleuchtet werden, vor dem die Verhinderung der Veranstaltung von Abi Melzer in München und ähnlicher Veranstaltungen auch in Bremen zu sehen sind. Der Vortrag von Ulli Rühl ist in die renommierte Reihe „Kritische Suchbewegungen“ aufgenommen worden.

Achtung: Bei der ersten Veranstaltung am 21. Januar 2017 mit Abi Melzer war der Saal des Gästehauses der Universität gerappelt voll! Frühzeitiges Erscheinen empfiehlt sich!

Der Referent über seinen Vortrag:
Der erste Teil des Vortrags betrifft die rechtliche Seite: Was schützt das Grundrecht auf Meinungsfreiheit (Art. 5 I 1 GG) und was sind seine rechtlichen Schranken? Es geht um die rechtlichen Maßstäbe für das, was zulässigerweise gesagt und geschrieben werden darf; dabei wird ein Überblick über die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts gegeben. – Im zweiten Teil wird die ethische Frage thematisiert, ob man den weiten Freiheitsspielraum bis an seine Grenzen nutzen soll; denn Worte sind oftmals nicht „bloß Worte“. Wie weit sind wir als Bürger bereit, die (so oft zitierte) Freiheit des Andersdenkenden wirklich zu akzeptieren?

Über unseren Referenten:
Studium der Rechtswissenschaft, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotion an der Universität Gießen. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesverfassungsgericht. Habilitation an der Universität Bielefeld. Seit 1999 Professor für Öffentliches Recht sowie Rechts- und Sozialphilosophie am Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Bremen.
[Dissertation zum Grundrecht auf Gewissensfreiheit. Habilitationsschrift zu Meinungsfreiheit und Persönlichkeitsrecht. Monografien zur Moralphilosophie der schottischen Aufklärung und zu Kants Rechtsphilosophie.]

Herzliche Einladung!

Mit freundlichen Grüßen
Gert Sautermeister und Gerhard Vinnai

 

Apr
27
Do
2017
Film „We Are Here“ über das schwierige Leben der Kinder in Gaza, mit der Regisseurin Sabrina Dittus @ Überseemuseum
Apr 27 um 19:00

Film „We Are Here“ über das schwierige Leben der Kinder in Gaza, mit der Regisseurin Sabrina Dittus am 27. April ׀ 19 Uhr ׀ Überseemuseum ׀ Film

Junge Schauspieler und Schauspielerinnen des ASHTAR Theatres stellen in selbst geschriebenen Monologen den Leidensweg und die Hoffnungen in Gaza dar. Sie wollen der Welt zurufen „Wir sind noch hier“!

Sabrina Dittus ist die Autorin des Films „Milliarden für den Stillstand“. In Kooperation mit dem FilmBüro Bremen e.V.

Mai
9
Di
2017
Lesung mit der Bestsellerautorin Susan Abulhawa (USA) („Während die Welt schlief“) @ Wallsaal der Stadtbibliothek
Mai 9 um 19:00

Susan Abulhawa liest aus ihren vielfach übersetzten Weltbestsellern in englisch und arabisch. Sie wird begleitet  von der Schauspielerin und Rezensentin Soraya Sala, die deutsche Passagen vorträgt. Anschließend gibt es eine Diskussion mit Susan Abulhawa zu ihrem Werk und ihren Erfahrungen und Projekten für Kinder und Jugendliche in Palästina.

Susan Abulhawa wurde in Kuwait als Kind eines palästinensischen Paares aus Ost-Jerusalem geboren. Mit 13 Jahren kam sie als Pflegekind in die USA, wo sie studierte und später zu schreiben begann. Nach einer Palästinareise im Jahre 2000 wurde sie zur politischen Aktivistin.

Die Veranstaltung wird unterstützt von der Stadtbibliothek Bremen, der Stiftung „die schwelle“, dem LiteraturKontor Bremen, dem Diana-Verlag und der
Bremer Humboldt-Buchhandlung.

Achtung! Wir vermuten und hoffen, dass die Veranstaltung wegen der Prominenz der Autorin auf ein sehr großes Interesse stößt. Weil die zulässige Personenzahl im Wallsaal begrenzt ist, ist ein rechtzeitiges oder vorzeitiges Erscheinen empfehlenswert!

Mai
18
Do
2017
Prof. Dr. Udo Steinbach: „Die Ohnmacht der Mächtigen – und wie geht die Weltgemeinschaft, insbesondere Europa, mit der anhaltenden Besatzung in Palästina um?“ @ St. Pauli Gemeinde
Mai 18 um 19:30

Achtung Änderungen:
Beginn: 19.30 Uhr
Ort: St. Pauli-Gemeinde, Große Krankenstr. 11, 28199 Bremen

Die UNO und die EU haben in zahlreichen Resolutionen die israelische Besatzung verurteilt. Sie haben auf der einen Seite die PLO als einzige legitime Vertreterin des palästinensischen Volkes anerkannt und somit auch den Widerstand des palästinensischen Volkes. Auf der anderen Seite haben sie dem israelischen Staat trotz seiner anhaltenden  Menschenrechtsverletzungen im besetzten Palästina Tür und Tor geöffnet und ihn direkt und indirekt immer wieder toleriert.

Prof. Dr. Udo Steinbach war von 1976 bis 2006 Direktor des Deutschen Orient-Instituts. Seit 2007 ist er Direktor des GIGA-Instituts für Nah- und Mitteloststudien.

Jun
6
Di
2017
Klavierkonzert mit Aeham Ahmad, dem „Klavierspieler von Yarmouk“ @ Haus am Park (Saal) der Kulturambulanz
Jun 6 um 19:00

6. Juni 2017 ׀ 19 Uhr ׀ Haus im Park (Saal) der KulturAmbulanz, Züricher Straße 40 (auf dem Gelände des Krankenhaus Ost) ׀ Eintritt: 10 Euro Aeham spielt sowohl klassische Stücke wie auch syrisch-palästinensische Kompositionen, zum Teil selbst komponiert. Das Konzert wird ergänzt durch Videos, die das Leben im Flüchtlingslager zeigen.

Aeham Achmad entstammt einer palästinensischen Familie und ist im Flüchtlingslager Yarmouk in Damaskus großgeworden. Dort spielte er im Bürgerkrieg als „Pianist in den Trümmern“ auf der Straße Klavier bis die Islamisten (Daesh) kamen und sein Klavier zerstörten.

Jun
11
So
2017
Rechtliche und ethisch-politische Grenzen der Meinungsfreiheit @ Universitätsgästehaus
Jun 11 um 17:00

Einladung zur kritischen Suchbewegung

Sonntag, 11. Juni 2017, um 17:00 Uhr
Im Gästehaus der Universität am Teerhof
Rechtliche und ethisch-politische Grenzen der Meinungsfreiheit

Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Ulli F. H. Rühl

Verehrte Empfänger unserer Einladungen,
liebe Freunde Kritischer Suchbewegungen!

Wir möchten auf den bereits vor einiger Zeit angekündigten Vortrag noch etwas ausführlicher eingehen. Gerade in der letzten Zeit ist die Aktualität des Themas besonders hervorgetreten. Die nachfolgende Diskussion wird Prof. Dr. Dian Schefold leiten.

Der Referent über seinen Vortrag:
Der erste Teil des Vortrags betrifft die rechtliche Seite: Was schützt das Grundrecht auf Meinungsfreiheit (Art. 5 I 1 GG) und was sind seine rechtlichen Schranken? Es geht um die rechtlichen Maßstäbe für das, was zulässigerweise gesagt und geschrieben werden darf; dabei wird ein Überblick über die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts gegeben. – Im zweiten Teil wird die ethische Frage thematisiert, ob man den weiten Freiheitsspielraum bis an seine Grenzen nutzen soll; denn Worte sind oftmals nicht „bloß Worte“. Wie weit sind wir als Bürger bereit, die (so oft zitierte) Freiheit des Andersdenkenden wirklich zu akzeptieren?

Über unseren Referenten:
Studium der Rechtswissenschaft, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotion an der Universität Gießen. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesverfassungsgericht. Habilitation an der Universität Bielefeld. Seit 1999 Professor für Öffentliches Recht sowie Rechts- und Sozialphilosophie am Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Bremen.
[Dissertation zum Grundrecht auf Gewissensfreiheit. Habilitationsschrift zu Meinungsfreiheit und Persönlichkeitsrecht. Monografien zur Moralphilosophie der schottischen Aufklärung und zu Kants Rechtsphilosophie.]

Herzliche Einladung!

Mit freundlichen Grüßen
Gert Sautermeister und Gerhard Vinnai

http://www.beck-johannes.de/?wysija-page=1&controller=email&action=view&email_id=38&wysijap=subscriptions&user_id=619

Jun
12
Mo
2017
Dr. Dr. Peter Ullrich: „Antisemitismus und Antisemitismusdebatten – Reflexion statt Reflexe“ @ Konsul-Hackfeld-Haus
Jun 12 um 19:00

12. Juni 2017 ׀ 19 Uhr ׀ Konsul-Hackfeld-Haus, Birkenstraße 34
Immer wieder wird in Deutschland kontrovers diskutiert, ob, wann und warum israelkritische Positionen zum Nahostkonflikt nur kaschierter Antisemitismus seien. Peter Ullrich beleuchtet neue Perspektiven. Einerseits ist die linke Nahostdebatte in Deutschland heute komplexer und ausgewogener denn je. Andererseits droht Immer wieder der Umschlag ins Partikulare, sei es in Form von Antisemitismus, Rassismus, Islamfeindlichkeit oder extremer Überidentifikation mit Konfliktakteuren.

Dr. phil. Dr. rer. med. Peter Ullrich ist Soziologe und Kulturwissenschaftler und arbeitet u.a. als Research Fellow beim Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin.

Aug
25
Fr
2017
Zugvögel. Eine lyrisch-musikalische Reise nach Palästina @ Bürgerhaus Weserterrassen
Aug 25 um 19:30

Cover der audio-CD

Zugvögel. Eine lyrisch-musikalische Reise nach Palästina. Am Freitag, 25. August 2017 um 19,30 Uhr in den Weserterrassen.

Viola Raheb, Theologin, Autorin, Beraterin für Entwicklungszusammenarbeit / interkulturellen Dialog
Marwan Abado, Komponist, Musiker (Meister der arabischen Kurzhalslaute Oud)

Viola Raheb und Marwan Abado sind wie Zugvögel – Zugvögel wider Willen, denn sie leben im Exil. Abado wurde in einem Flüchtlingslager im Libanon geboren. Dorthin waren seine Eltern 1948 geflohen, als der Staat Israel gegründet und Hunderttausende Palästinenser vertrieben wurden oder flohen. Viola Raheb, Abados Ehefreu, wrude als staatenlose Palästinenserin in Bethlehem geboren. Da ihr Mann nicht mit ihr in Bethlehem leben durfte, entschloss sich das Paar, sich in Wien niederzulassen.

Sie nähern sich ihrer Heimat lyrisch-musikalisch: Mit Texten, Gedichten und Liedern nehmen sie uns mit auf eine Reise nach Palästina und in die palästinensische Diaspora.

Anstelle von Eintritt wird um Spenden für den Förderverein Bethlehem – Akademie e.V. gebeten.

Veranstalter: Förderverein Bethlehem – Akademie e.V.

Aug
27
So
2017
Gottesdienst mit Mitri Raheb in der St. Remberti-Gemeinde Bremen @ St. Remberti-Gemeinde
Aug 27 um 10:00

Im Rahmen der JHV des Bethlehem-Vereins predigt Dr. Mitri Raheb am Sonntag 27.8. 10h in der St. Remberti-Gemeinde Bremen, Friedhofstraße 10 • 28213 Bremen. Auch für Nicht-Kirchgänger, ob evangelisch, katholisch, jedweder Denomination oder Religion, Atheist oder Agnostiker eine sicher spannende Gelegenheit Mitri Raheb zu erleben. Im Anschluss an den Gottesdienst kann man und frau noch mit ihm ins Gespräch kommen.

http://www.remberti.de/event/2687126

Gottesdienst mit Pastor Mitri Raheb (Bethlehem)
Sonntag 27. August 2017, 10:00

Menschen in Bethlehem Hoffnung und Zuversicht zu schenken, ist seit 1995 Ziel der Organisation Diyar (arab. Heimat). Sie wurde von dem ev.-luth. Pfarrer Dr. Mitri Raheb gegründet. Diyar kümmert sich um Grundbedürfnisse wie kulturelle Identität, Bildung und Arbeit in Palästina. Die Angebote stehen allen offen, von jung bis alt, gleich welcher religiösen oder sozialen Herkunft. Diyar schafft Chancen, in Würde zu leben, indem man die Menschen befähigt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Der Förderverein Bethlehem Akademie Dar al-Kalima e.V. unterstützt ideell und materiell die Bildungs- und Kulturarbeit des Diyar-Zentrums in Bethlehem. Dabei liegt das Augenmerk in besonderer Weise auf dem Dar al-Kalima University College, das etwa 500 Studierenden die Bildung ermöglicht, mit der sie auch im eigenen Land eine Zukunftschance haben.

Am Samstag, 26. August, veranstaltet der Förderverein seine jährliche Mitgliederversammlung in den Räumen der St. Remberti Gemeinde.
Am Sonntag, 27. August, wird Mitri Raheb, Pfarrer der ev.-luth. Weihnachtskirche Bethlehem und Gründer von Diyar, im Gottesdienst in der St. Remberti Kirche predigen.

Weitere Informationen unter https://bethlehem.dev-no.de/

Sep
1
Fr
2017
Antikriegstag. Kundgebung am 1. September 2017 @ Bahnhofsvorplatz
Sep 1 um 15:00

Kundgebung am 01.09.2017, um 15.00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz in Bremen.
Es spricht: Dieter Nickel, Geschäftsführer NGG Region Bremen-Weser-Elbe sowie kulturelle und musikalische Beiträge durch das Rote Krokodil
Veranstalter: DGB Bremen-Elbe-Weser, das Bremer Friedensforum, Arbeit und Leben Bremen e.V. und der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt.

Flyer Antikriegstag und DGB-Erklärung zum Antikriegstag hier

Sep
6
Mi
2017
Clemens Ronnefeldt: Entwicklungspolitische Perspektiven und friedensfördernde Projekte im Nahostkonflikt vor dem Hintergrund in Geschichte und Gegenwart @ Villa Sponte
Sep 6 um 19:00

Clemens Ronnefeldt, Diplom-Theologe aus Freising bei München, seit 1992 Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes, hat in den letzten Jahren Iran, Syrien, Libanon, Ägypten, Israel und Palästina bereist, um dort Friedens- und Menschrechtsgruppen zu treffen, diese zu unterstützen und in Deutschland von deren Arbeit zu berichten.

Im ersten Teil seines Vortrages wird Clemens Ronnefeldt geschichtliche Hintergründe anhand von Landkarten bis hin zu den aktuellen Friedensverhandlungen beleuchten, bevor er einzelne Friedensorganisation auf israelischer und palästinensischer Seite vorstellt, ebenso einige gemeinsame Projekte beider Konfliktparteien.

Seine Nahostreisen der letzten Jahre führten u.a. nach Tel Aviv, Haifa, Bethlehem, Ramallah, Hebron, Jericho, Jerusalem und in das Dorf Neve Shalom – Wahat al Salam (Oase des Friedens).

In Bethlehem konnte Clemens Ronnefeldt mit Mitarbeitern des Ökumenischen Begleitdienstes des Weltrates der Kirchen sprechen, in Hebron mit Vertretern des Christian Peace Maker Teams, die auf internationaler Ebene von außen kommend durch ihre Menschenrechtsbeobachtungen zu einer Deeskalation vor Ort beizutragen versuchen.

Einheimische Gesprächspartner waren u.a Dr. Mitri Raheb, der evangelische Pfarrer der Weihnachtskirche in Bethlehem, auf israelischer Seite das Stadtratsmitglied von Jerusalem, Dr. Meir Margalit und Vertreter der Organisation „Zochrot/Erinnerung“, die an der Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung in den Jahren 1947/48 in Israel erinnert.

Der Referent sprach auch mit Vertretern der Organisation „Trauernde Eltern/Parents Circle“ sowie dem „Israelischen Komitee gegen Häuserzerstörungen“.

Clemens Ronnefeldt wird Bilder vom Mauer- und Grenzzaunbau vor allem in Bethlehem zeigen, ebenso von Friedenskundgebungen gegen die Sperranlage in Bilin und Al Masara.

Der Referent wird auch Perspektiven für eine Konfliktlösung im Nahostkonflikt aufzeigen sowie eine Einschätzung der aktuellen Lage vornehmen.

Im Anschluss an seinen Vortrag besteht die Möglichkeit für Rückfragen sowie zur Diskussion.

Zu dieser Veranstaltung lädt ein der AK Nahost Bremen und das Bremer Friedensforum. Der Eintritt ist frei.

 

Sep
26
Di
2017
Russland, Europa und die USA im geopolitischen Spannungsfeld – eine neue Ost- und eine neue Westpolitik sind überfällig! @ Gemeindezentrum Zion
Sep 26 um 19:30

Begrüßung: Pastor Thomas Lieberum Vereinigte Ev. Gemeinde Bremen-Neustadt
Referenten: Folker Hellmeyer Chefanalyst der Bremer Landesbank Prof. Dr. Rudolf Hickel Universität Bremen
Moderation: Prof. Dr. Sönke Hundt Hochschule Bremen, Bremer Friedensforum

Entspannung statt Konfrontation! Für eine neue Ostpolitik und eine neue Westpolitik!
Die sich immer weiter drehende Spirale der Aufrüstungs- und Sanktionspolitik muss nicht sein und kann gestoppt werden. Konflikte können mit Verhandlungen auf Augenhöhe gelöst oder wenigstens entschärft werden. Die großen historischen Beispiele sind die Lösung der Kuba-Krise (1963), die Beendigung des Vietnam- Krieges (1973) und die von Egon Bahr und Willy Brandt nach 1963 begonnene Entspannungspolitik. Als nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion der Kalte Krieg beendet war, hofften die Menschen in Ost und West auf eine Ära des Friedens und der Zusammenarbeit. Feierlich verkündeten die Staats- und Regierungschefs von 32 europäischen Ländern sowie Kanada und den USA am 21. November 1990 die „Charta für ein neues Europa”. Sie enthält die Verpflichtung der Teilnehmer­staaten zur Einhaltung der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens in Europa.
Die Hoffnungen von damals sind bitter enttäuscht worden. Permanente Aufrüstung, militärische und wirtschaftliche Drohungen und zunehmende Spannungen haben zu einem neuen Kalten Krieg geführt, der in der östlichen Ukraine schon zu einem heißen Krieg geworden ist. Die Risiken in der internationalen Politik sind unüber-sehbar und unkalkulierbar geworden.

Für die weitere Entwicklung stellen sich drei grundsätzliche Fragen:
1. Können die USA ihre aggressiven geopolitischen Strategien und ihren Anspruch, die Weltmacht Nr. 1 zu sein, weiterhin auch in Europa durchsetzen?
2. Wird in der EU eine Politik dominant werden, die die Ausbildung eines eigenen Machtblocks mit eigenen imperialistischen Interessen und mit eigenen EU-Militärstrukturen, neben der Nato und in Konkurrenz zu den USA, zum Ziel hat?
3. Oder wird es gelingen, im Sinne der „Charta für ein neues Europa” eine Politik der friedlichen Konfliktlösung und Entspannung durchzusetzen, die zur Abrüstung und wirtschaftlichen Kooperation in Europa führt?

Okt
22
So
2017
Armin Langer: Salaam-Shalom: Idee und Praxis lokaler Verständigung zwischen Juden und Muslimen @ Universitätsgästehaus
Okt 22 um 18:00

Armin Langer wird am Sonntag, 22.10., 18 Uhr, im Universitäts-Gästehaus zu folgendem Thema sprechen: Salaam-Shalom: Idee und Praxis lokaler Verständigung zwischen Juden und Muslimen

Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe, in deren Rahmen bisher Abi Melzer (Frankfurt) und Uli Rühl (Bremen) gesprochen haben. Moderation: Prof. Dr. Johannes Feest

Armin Langer hat über sein Thema im September 2016 im Aufbau-Verlag ein Buch veröffentlicht: „Ein Jude in Neukölln: Mein Weg zum Miteinander der Religionen“

Aus der Verlagsankündigung: Neukölln sei für Juden nicht sicher, warnte der Antisemitismusbeauftragte der jüdischen Gemeinde Daniel Alter mit Verweis auf den hohen Anteil von Muslimen. Kurz darauf warb der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, für eine Obergrenze bei Flüchtlingen. Sie stießen dabei ins selbe Horn wie Sarrazin, Buschkowsky und die AfD. Armin Langer, jüdischer Rabbinerstudent und Publizist, lebt in Neukölln und stellt sich diesen Positionen vehement entgegen. Seine erfolgreiche Salaam-Schalom- Initiative beweist, was Muslime und Juden voneinander lernen können und wie Gemeinschaft funktioniert. Eine mitreißende Geschichte, ein unverzichtbarer Apell.

Nov
18
Sa
2017
Amnesty International Mahnwache @ vof dem Dom
Nov 18 um 12:00 – 14:00

Amnesty International Mahnwache bzw. Stand zu Israel am Samstag, 18.11. von 12-14 Uhr (vor dem Dom)

AI macht seit Juni eine Kampagne zu Israel – anlässlich der 50-jährigen Besatzung palästinensischer Gebiete. Wir setzen uns ein für Issa Amro und Farid al-Atrash, die auch Briefmarathon-Fälle (das sind 10 weltweit ausgesuchte Fälle, für die man sich zum Tag der Menschenrechte am 10.12. speziell einsetzen soll) sind.

Es gibt auch eine internationale (leider keine deutsche!) Petition zum Einfuhrverbot von Produkten aus den israelischen Siedlungen, die man online unterschreiben kann:
https://www.amnesty.org/en/latest/campaigns/2017/06/Israel-Occupation-50-Years-of-Dispossession/

Nov
23
Do
2017
Jeff Halper: Die Entwicklung in Israel/ Palästina als Teil des globalen Systems der Kontrolle und Befriedung @ Überseemuseum
Nov 23 um 19:00

Prof. Jeff Halper, israelischer Friedensaktivist, war Gründer und langjähriger Vorsitzender des israelischen Komitees gegen Hauszerstörungen. Er arbeitet seit vielen Jahren an einer friedlichen Lösung des Nahostkonflikts und hat darüber mehrere Bücher geschrieben: Ein Israeli in Palästina, Obstacles to Peace, sowie sein neuestes Buch, War Against the People: Israel, the Palestinians and Global Pacification (Pluto Press/University of Chicago, 2015).

Im ersten Teil des Vortrags argumentiert er, dass die Zwei-Staaten-Lösung passé ist und bereits ein (Apartheids-) Staat zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan existiert. Er erörtert dann, wie ein demokratischer, bi-nationaler Staat – die einzig übriggebliebene gerechte Lösung – aussehen könnte und welche Widerstände es dagegen geben könnte von Israel, der internationalen Gemeinschaft und den Palästinensern selbst. Seine nächste Frage leitet zum zweiten Teil der Präsentation über: Wie kann Israel nach 50 Jahren Besatzung ungestraft davonkommen?

Mithilfe seiner Power-Point-Präsentation beleuchtet Halper einen kritischen Aspekt unserer politischen Arbeit, der wenig bekannt oder bekämpft wird: die immer größere Präsens von Kontrollsystemen zu Hause und Kriege gegen die Völker im Ausland, die anstatt uns Sicherheit zu geben, uns zu befrieden droht. Welche machtvollen Unterdrückungstechniken die Behörden haben wird in Jeffs Präsentation im Detail gezeigt.

Veranstaltet von: Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Bremen e.V., Israelisches Komitee gegen Hauszerstörung (ICAHD), AK-Nahost Bremen, Bremer Friedensforum, Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz) ViSdP.: Dr. Detlef Griesche (griesche@ipmi.de). Auskünfte und Termine über Claus Walischewski,.Tel: 72131.

Nov
26
So
2017
Lizzie Doron: Sweet Occupation @ Theater am Goetheplatz
Nov 26 um 11:00

Lizzie Doron: Sweet Occupation. Lesung und Gespräch mit der Autorin. In Kooperation mit Bremen Zwei

Fünf Männer in der Mitte ihres Lebens: Die verurteilten ehemaligen Terroristen Muhammad, Suleiman und Jamil aus den besetzten Gebieten sowie die Israelis Chen und Amil, die den Dienst an der Waffe verweigert haben. Männer, die im Gefängnis saßen und, nachdem sie wieder freikamen, die „Friedenskämpfer-Bewegung“ gründeten, beschlossen, ihrem Leben eine entschieden andere Richtung zu geben. Muhammad nahm Kontakt zu Lizzie Doron auf und so traf sie diese Männer: Feinde, Widersacher. Palästinenser, die die Juden töten wollten, und Israelis, die sich geweigert hatten, ihr Land zu verteidigen. Ein Jahr lang hörte sie ihren Kindheitserinnerungen zu, lernte ihre Gefühle kennen, ihre Träume und Ängste, erfuhr von dem Moment, als sie anderen das Leben nahmen. Entstanden ist ein ergreifendes Dokument über einst Radikale, die dem sinnlosen Hass eine Perspektive entgegensetzen: Worte sind stärker als Molotowcocktails, Handgranaten oder Steine. Und Rettung bringen oft diejenigen, die nicht mit dem Strom schwimmen.

Moderation: Esther Willbrandt Lesung: Irene Kleinschmidt

Dez
13
Mi
2017
Norman Paech: Palästina – Vertreibung, Krieg und Besatzung – Wie der Konflikt die Demokratie untergräbt @ Überseemuseum
Dez 13 um 19:00

Am Mittwoch, 13.12. 19 Uhr Überseemuseum wird Prof. Norman Paech sein neues Buch vorstellen: Palästina – Vertreibung, Krieg und Besatzung -Wie der Konflikt die Demokratie untergräbt, das er zusammen mit Annette Groth und Richard Falk herausgegeben hat.

Seit Israel die palästinensischen Gebiete und Ost-Jerusalem besetzt hält, werden Palästinenser/innen aus ihren Heimatorten vertrieben, ihrer Rechte und ihres Besitzes beraubt. In diesem Buch werden der Siedlungsbau, die Situation von Kindern in israelischen Gefängnissen, die massive Einschränkung der Bewegungsfreiheit durch Checkpoints und Mauer, die Lage in Gaza, die Rolle der UNO und der Abbau demokratischer Rechte in Israel und Palästina erörtert. Um die öffentliche Debatte der israelischen Menschen- und Völkerrechtsverstöße zu verhindern, werden in Europa mit haltlosen Antisemitismusvorwürfen Kampagnen gegen Veranstaltungen, Publikationen und Personen geführt. Insofern geht es auch um Meinungsfreiheit und Demokratie bei uns selbst. Die Autorinnen und Autoren aus Israel, Palästina, den USA und Deutschland zeigen die Legitimität des zivilen Widerstands gegen die Verletzung von Völkerrecht und Menschenrechten auf. Sie wollen zu einer Versachlichung der emotional aufgeladenen Debatte beitragen, die gerade in Deutschland oft ohne Faktenkenntnis geführt wird.

Jan
22
Mo
2018
Mark Braverman: Die Mauer überwinden. Eine Vision für Israelis und Palästinenser @ Gemeindezentrum Zion
Jan 22 um 20:00

Die Mauer überwinden. Eine Vision für Israelis und Palästinenser

Am Montag, 22. Januar 2018, um 20.00 Uhr
Im GEMEINDEZENTRUM ZION (28201 Bremen, Kornstraße 31)

Mark Braverman, geboren 1948 in den USA als Sohn jüdischer Eltern, arbeitete als Psychologe und Traumatherapeut und ist heute international als Autor und Friedensaktivist für Israel/Palästina bekannt. Die Vision, dass Religion und Glauben eine heilsame Rolle auf dem Weg zu einem gerechten Frieden spielen können, bestimmte bereits das erste Buch: „Verhängnisvolle Scham – Israels Politik und das Schweigen der Christen“ (Gütersloh, 2011). Sein zweites Buch aus dem Jahre 2013 ist folgendes: „Die Mauer überwinden. Eine Vision für Israelis und Palästinenser“
Für den Klappentext schrieb Reverend Dr. Paul Oestreicher (85), ehemaliger Vorsitzender von Amnesty International, Grossbritannien und unermüdlicher alter Brückenbauer, Deutsch-Brite mit jüdischem Vater, 1938 aus Thüringen nach Neuseeland geflohen:

‚Selten gelingt es einem jüdischen Autor so unbefangen und unparteiisch, aus Liebe zu beiden Völkern, eine der tragischsten Begebenheiten unserer Zeit mit Hoffnung zu füllen. Was aussichtslos erscheint, ist für Mark Braverman die Herausforderung, Lösungen zu finden, die im Bereich des Möglichen sind. Eine bittere Feindschaft könnte – und müsste – auf diesem Wege entfeindet werden‘.

Mark Braverman hat die Mauer überwunden, indem er Palästinenser kennengelernt hat. „Von der anderen Mauerseite erkannte ich, dass es die Israelis sind, die sich selbst gefangen genommen haben.“ Er zieht Parallelen zwischen heute und dem Palästina der Zeit Jesu und ermutigt dazu, sich von Martin Luther King und dem Südafrikaner Desmond Tutu inspirieren zu lassen, um die Bewegung des gewaltfreien Widerstands gegen die Besatzung zu stärken. Für die Deutschen sieht er darin die Gelegenheit, ihr Trauma des Dritten Reiches zu überwinden: „Solange sie es für unmöglich halten, die Palästinenser zu unterstützen und damit den Israelis und Juden bei der Befreiung von ihrer Angst zu helfen, bleiben die Deutschen in der Vergangenheit stecken.“

Veranstalter: AK Nahost Bremen, biz Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung, Bremer Friedensforum, Deutsch-Palästinensche Gesellschaft Bremen e. V., ICHAD (Israelisches Komitee gegen Hauszerstörungen), Kairos Palästina Solidaritätsnetz Gruppe Bremen.

Feb
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Mi
2018
Shir Hever: Was kostet die israelische Besatzung – und wer profitiert davon? @ Villa Sponte
Feb 21 um 19:00

Dr. Shir Hever, „Was kostet die israelische Besatzung und wer profitiert davon?“
Mi. 21.Februar 19 Uhr in der Villa Sponte, Osterdeich 59b

Die Unterhaltung einer Besatzungsarmee kostet einerseits viel Geld und die Besatzung hat andererseits eine negative Auswirkung auf die palästinensische Wirtschaft. Das wirft viele Fragen auf:

  • Wie wirkt sich die Besatzung auf a) die palästinensische b) die israelische Wirtschaft aus?
  • Ist die Besatzung ein Verlustgeschäft für Israel?
  • Wie viele Palästinenser arbeiten in den Siedlungen und in Israel und tragen so zum israelischen BSP bei?
  • Wie sind die palästinensische und israelische Wirtschaft miteinander verbunden?
  • Wie wir die palästinensische Wirtschaft eingeschränkt?
  • Warum exportieren die Palästinenser so wenig?
  • Wie wirkt sich die Boykottbewegung auf die Wirtschaft Israels aus?

Dr. Shir Hever ist ein israelischer Aktivist und Wissenschaftler, der in Berlin promoviert und bereits mehrere Bücher zum Thema Israel/Palästina geschrieben hat: „Die politische Ökonomie der israelischen Besatzung“ (2014), „The Privatization of Israeli Security“ (2017, Pluto Press)

Veranstaltet von: Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Bremen e.V., Israelisches Komitee gegen Hauszerstörung (ICAHD), AK Nahost Bremen, Bremer Friedensforum, Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz), ViSdP.: Dr. Detlef Griesche

Mrz
6
Di
2018
Abdallah Frangi: die aktuelle Entwicklung in Palästina aus erster Hand @ Überseemuseum
Mrz 6 um 19:30

Copyright: Das blaue Sofa / Club Bertelsmann.

Abdallah Frangi: Die aktuelle politisch, wirtschaftliche und soziale Situation und Entwicklungschancen in Palästina aus „erster Hand“

Am: Dienstag, den 6.März
Um: 19.30 Uhr
Im: Übersee-Museum Bremen (Am Hauptbahnhof)

Abdallah Frangi war Generaldelegierter Palästinas in der BRD, Gouverneur von GAZA, Berater von Arafat und aktuell Abbas. Frangi ist auch u.a. Preisträger des Osnabrücker Friedenspreises. Abdallah Frangi redet auf Deutsch!

Aufgewachsen in einer einflussreichen Beduinenfamilie, wurde Frangis Familie, als er fünf Jahre alt war, aus dem soeben gegründeten Staat Israel nach Gaza vertrieben. Mitte der 50-Jahre, als Gaza vom israelischen Militär besetzt wurde, gehörte sein ältester Bruder mit Arafat zu den Gründungsmitgliedern der Widerstandsbewegung AL-Fatah.

Nach dem Abitur ging Frangi nach Deutschland zum Medizinstudium, wo er sein Jahrzehnte anhaltendes Engagement für Palästina begann. Seit 1974 wurde der enge Vertraute von Arafat offizieller Vertreter der PLO in Bonn und später Berlin, wo er für alle wichtigen deutschen Politiker zum geschätzten Gesprächspartner wurde und die palästinensische Sache auf die Agenda setzen konnte. Er stand auf der Todesliste des israelischen Geheimdienst und überlebte nur knapp einem Briefbombenattentat.

Dennoch setzte sich Frangi unerschütterlich für eine friedliche Friedenslösung ein und versuchte in späteren Jahren, im Auftrag von Präsident Abbas die Zwistigkeiten zwischen El-Fatah und Hamas im Gaza-Streifen zu überwinden, zuletzt als Gouverneur von Gaza. Aktuell ist er als Berater des Präsidenten im Ministerrang in Deutschland und Europa für die wirklichkeitsgetreue Information über die katastrophalen Verhältnisse in der Westbank und Gaza zuständig.

Abdallah Frangi hat seine jahrzehntelangen Erfahrungen und Erlebnisse an der Seite des früheren Präsidenten Jassir Arafat, als erster Generalbevollmächtigter in der BRD, seine Begegnungen mit führenden Politikern im In- und Ausland schon 2011 in einem spannenden faktenreichen Buch mit vielen historischen Quellen publiziert: Der Gesandte. Mein Leben für Palästina. Hinter den Kulissen der Nahost-Politik. Heyne-Verlag München 2011.

Veranstaltet von: Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Bremen e.V., Israelisches Komitee gegen Hauszerstörung (ICAHD), AK Nahost Bremen, Bremer Friedensforum, Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz), Kairos Palästina Solidaritätsnetz Gruppe Bremen. ViSdP.: Dr. Detlef Griesche (griesche@ipmi.de <mailto:griesche@ipmi.de>) Bei Interesse an einem direkten oder telefonischem Interview sind frühzeitige Terminabsprachen möglich über: 0421/4309510 oder 015738759634 möglich!

Apr
12
Do
2018
Arn Strohmeyer präsentiert sein neues Nahost-Buch @ Weserterrassen
Apr 12 um 19:00

Die israelisch-jüdische Tragödie. Von Auschwitz zum Besatzungs- und Apartheidstaat. Das Ende der Verklärung
Donnerstag, 12. April 2018 – 19:00 Uhr – Weserterrassen, Osterdeich 70 b
Einführung: Professor Hans Jürgen Bandelt (Oldenburg)
Seit 50 Jahren hält Israel völkerrechtswidrig palästinensische Gebiete besetzt und ein Ende – und damit eine Friedenslösung – ist nicht in Sicht. Um diesen Zustand zu zementieren, hat Israel apartheidähnliche Zustände geschaffen: In Israel selbst unterliegen die Palästinenser großer Diskriminierung, im Westjordanland und im Gazastreifen werden sie hinter Mauern und Zäunen – sozusagen in Reservaten oder Bantustans – weggesperrt. Rund 4,5 Millionen Menschen müssen dort inzwischen ohne politische und bürgerliche Rechte leben, die Menschenrechtslage ist verheerend. Wer diese Zustände kritisiert, muss damit rechnen, als „Antisemit“ verleumdet zu werden. Die israelische Politik hat sich so aber selbst ausmanövriert: Die Zwei-Staaten-Lösung ist wegen des Siedlungsbaus auf palästinensischem Land nicht mehr möglich, eine Ein-Staaten-Lösung würden die Palästinenser mit ihrer Mehrheit dominieren.

Eine ausweglose Situation, die nur noch mit dem Begriff des Tragischen zu verstehen ist: Der handelnde Protagonist (Israel) gefährdet durch seine kompromisslose Politik des Hochmuts und der Hybris die eigene staatliche Existenz. Als Zukunftsmodell bietet sich nur noch die Apartheid-„Lösung“ an, die auf der weiteren Unterdrückung eines ganzen Volkes beruht und deshalb keine Überlebenschance hat. Das Scheitern und damit ein Ende des Zionismus scheint so absehbar zu sein. Wie es dazu gekommen ist, dass der Staat, der die Notwendigkeit seiner Existenz auf den Holocaust zurückführt, zum Besatzungs- und Apartheidstaat werden konnte, schildert dieses Buch.

Veranstalter: Gabriele Schäfer Verlag, Herne; Unterstützer: Bremer Friedensforum, AK Nahost Bremen, ICAHD (Israeli Committee Against House Demolitions) Gruppe Bremen

Apr
27
Fr
2018
„Oliven und Asche“ – Fida Jiryis und Assaf Gavron lesen aus ihrem neuen Buch @ Konsul-Hackfeld-Haus
Apr 27 um 18:00

Ort: Konsul-Hackfeld-Haus, Birkenstraße 34, Bremen
Datum: 27.4.2018
Zeit: 18 h
Veranstalter: Stiftung die schwelle26

mehr infos: http://dieschwelle.de/termine/anzeige/news/lesung-oliven-und-asche.html

Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus vielen verschiedenen Ländern reisten auf Einladung der israelischen Friedens- und Menschenrechtsorganisation Breaking the Silence nach Palästina. Sie haben dort mit vielen Menschen gesprochen, gefragt und beobachtet und sich selbst ein Bild von der Lage gemacht. Das Resultat sind intensive Essays und Geschichten, die sich mit dem Leben der Palästinenserinnen und Palästinenser unter der Besatzung Israels beschäftigen und uns die Konsequenzen, die diese für die Menschen vor Ort bedeuten, vor Augen führen.

Breaking the Silence ist ein langjähriger Projektpartner der Stiftung die schwelle. (http://dieschwelle.de/index.php?id=118&L=1%27)

Das Buch:
Ayelet Waldman u. Michael Chabon (Hrsg.)
Oliven und Asche: Schriftstellerinnen und Schriftsteller berichten über die israelische Besatzung in Palästina
Kiepenheuer&Witsch (5. Oktober 2017)

 

Breaking the Silence: Reden über Besatzung in Israel
(http://dieschwelle.de/index.php?id=118&L=1%27)

Die israelische Organisation „Breaking the Silence“, gegründet von ehemaligen Soldatinnen und Soldaten, spricht die Wunden an, die die Besetzung der palästinensischen Gebiete bei den jungen Soldatinnen und Soldaten verursacht.

Mit der Enttabuisierung des Traumas fördert sie eine offene Debatte über die Folgen der Besatzung in den Seelen der Besatzer. So trägt sie dazu bei, auf der israelischen Seite den Gewinn deutlich zu machen, den offene Gespräche mit den Gegnern, die Beachtung der Menschenrechte und eine Aufhebung der gewaltsamen Besatzung, für die Zukunft Israels haben können.

Die Mitglieder von „Breaking the Silence“ sammeln Zeugnisse, die sie in Dokumentationen, Ausstellungen und Filmen präsentieren. Bei Führungen durch die palästinensische Stadt Hebron zeigen sie welche Auswirkungen die Besetzung der Altstadt durch israelische Siedler und Armee für die palästinensischen Bewohner hat. Über 5000 dieser geführten Touren hat die Organisation in den letzten Jahren durchgeführt, unter anderem nahmen Knesset-Mitglieder, ausländische Diplomaten und Journalisten daran teil.

Mai
18
Fr
2018
Moshe Zuckermann: „Antisemitismus! Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument“ @ Überseemuseum Bremen
Mai 18 um 19:00

Foto: Arne List. Wikimedia

Antisemitismus! Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument
Am: Freitag, den 18.Juni; Um: 19 Uhr; Im: Übersee-Museum (Am Hauptbahnhof)

Antisemitismus ist eine der verruchtesten Formen moderner Ideologien. Diese Behauptung bedarf heutzutage keines Nachweises mehr, zu katastrophal waren seine Auswirkungen, als dass sie in Abrede gestellt werden könnte. Die Ächtung von Antisemitismus ist ohne jeden Zweifel eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Problematisch und kontraproduktiv wird es dort, wo ein vermeintlich kritischer Diskurs in herrschaftliches Bekenntnis umschlägt, wo Anti-Antisemitismus politisch missbraucht wird, wo sich eine vermeintlich kritisch auftretende Rezeption als ideologisch entpuppt.
Moshe Zuckermann wagt eine Analyse dieser Entwicklung. Für ihn steht fest, dass die Verwendung des Antisemitismus-Vorwurfs als Parole im vermeintlichen Kampf gegen Antisemitismus „in eine fürchterliche Epidemie umgeschlagen ist.“ Längst schon sei sie zum Totschlag-Ideologem eines durch und durch fremdbestimmten Anspruchs auf politisch-moralische Gutmenschlichkeit geronnen. Ob man diese Epidemie heilen kann, wird sich erst erweisen müssen. Dass man sie erklären muss, scheint dringlicher denn je.

Moshe Zuckermann wurde 1949 in Tel-Aviv geboren. Lebte zwischen 1960 und 1970 in Deutschland (Frankfurt am Main). Nach der Rückkehr nach Israel Studium der Soziologie, Politologie und Geschichte an der Universität Tel-Aviv. Lehrte seit 1990 am Cohn Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas (TAU). 2000-2005 Direktor des Instituts für Deutsche Geschichte (TAU). 2009-2013 akademischer Leiter der Sigmund-Freud-Privatstiftung in Wien. Seit Oktober 2017 emritiert.

Seine Forschungsschwerpunkte sind: Geschichte und Philosophie der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften; Frankfurter Schule; Ästhetische Theorie und Kunstsoziologie; der Einfluß der Shoah auf die politischen Kulturen Israels und Deutschlands.

Moshe Zuckermann publizierte zahlreiche Bücher und Aufsätze auf Hebräisch und Deutsch. Die wichtigsten Publikationen in Deutsch sind u.a.

  • Das Trauma des “Zweierlei Holocaust. Der Holocaust in den politischen Kulturen Israels und Deutschlands, Göttingen 1998
  • Gedenken und Kulturindustrie. Ein Essay zur neuen deutschen Normalität,Bodenheim-Berlin 1999
  • Kunst und Publikum. Das Kunstwerk im Zeitalter seiner gesellschaftlichen Hintergehbarkeit, Göttingen 2002;
  • Deutschland – Israel. Reflexionen eines Heimatlosen, Wien 2006
  • Sechzig Jahre Israel. Die Genesis einer politischen Krise des Zionismus, Bonn 200;
  • „Antisemit!“ Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument, Wien 2010. Wider den Zeitgeist. Aufsätze und Gespräche über Juden, Deutsche, den; Nahostkonflikt und Antisemitismus, Bd.1, Hamburg 2012;
  • Wider den Zeitgeist. Zur Aktualität der Kritischen Theorie, Bd.2, Hamburg 2013;
  • Israels Schicksal. Wie der Zionismus seinen Untergang betreibt, Wien 2014;
  • Freud und das Politische. Psychoanalyse, Emanzipation und Israel, Wien 2016

Veranstaltet von: Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Bremen e.V., Israelisches Komitee gegen Hauszerstörung (ICAHD), AK Nahost Bremen, Bremer Friedensforum, Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz), Kairos Palästina Solidaritätsnetz Gruppe Bremen. ViSdP.: Dr. Detlef Griesche (griesche@ipmi.de) Bei Interesse an einem direkten oder telefonischem Interview sind frühzeitige Terminabsprachen möglich über: 0421/4309510 oder 015738759634 möglich

Jun
5
Di
2018
Alia Rayyan: „Reviewing Jerusalem – Kunst, Politik, Gesellschaft. Zur Identitätstiftung für die Palästinenser unter Besatzung“ @ Villa Sponte
Jun 5 um 19:00

Reviewing Jerusalem – Kunst, Politik, Gesellschaft. Zur Identitätstiftung für die Palästinenser unter Besatzung

Am: Dienstag, den 5. Juni; Um: 19 Uhr;

In der: Villa Sponte-Zeitkultur e.V. (Osterdeich 58b)

Alia Rayyan wurde in Bremen/ Ritterhude als Tochter eines Palästinensers und einer Deutschen geboren. Nach dem Abitur studierte sie internationale Politik, Soziologie und Kunstgeschichte und arbeitet seit 2001 als Kulturmanagerin, Journalistin und Kuratorin in Berlin, Beirut, Amman, New York und Ramallah. Sie .durchlief verschiedene Stationen als Medienschaffende in verschiedenen Medien in Europa, zog dann nach Palästina und realisierte mit ihrem heutigem Mann, dem palästinensischem Filmemacher Hannah Atalla mehrere EU-finanzierte Projektedes so auch den Film „So far –so near“. Ihre filmische Arbeit war integriert in ein von der GTZ finanziertem Projekt zur Identifikation palästinensischer Identitäten in verschiedenen Lebenszusammenhängen, vor allem in der Arbeit mit Jugendlichen. Sie initiierte in der Altstadt vonJerusalem die Galerie für arabische Kunst Alhoash, die sie als Direktorin und Kuratorin von 2013 bis 2015 leitete. Seit 2016 ist sie neben einigen internationalen Projekten Doktorantin des DFG Graduiertenkolleg »Kulturen der Kritik« (Cultures of Critique) mit Lehrauftra an der Leuphana Universität Lüneburg mit den Schwerpunkten Erinnerungskultur und identitätsforschung, sowie Geschichtskonstruktionen

Gegenstand des Vortrages sind die partizipativen Kunstinterventionen der palästinensischen Kunstorganisation Alhoash in der Altstadt von Jerusalem, die die Doktorandin Alia Rayyan (Deutsch/Palästinensisch) in ihrer ehemaligen Position als Direktorin und Kuratorin von 2013 bis 2015 initiiert hat.  Unter der Bezeichnung REclaiming Public Space hat sie zusammen mit internationalen und palästinensischen Künstlern versucht, den öffentlichen Lebensraum von Palästinensern in Jerusalem mit neuen künstlerischen politisch aktivistischen Methoden zu bespielen, um gesellschaftlich relevanten Protest am Status Quo zu aktivieren. 

Veranstaltet von: Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Bremen e.V., Israelisches Komitee gegen Hauszerstörung (ICAHD), AK Nahost Bremen, Bremer Friedensforum, Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz), Kairos Palästina Solidaritätsnetz Gruppe Bremen. ViSdP.: Dr. Detlef Griesche (griesche@ipmi.de) Bei Interesse an einem direkten oder telefonischem Interview sind frühzeitige Terminabsprachen möglich über: 0421/4309510 oder 015738759634 möglich

Jun
15
Fr
2018
Lesung und Gespräch zu „Sweet Occupation“ Lizzie Doron, Tel Aviv @ Haus der Wissenschaft
Jun 15 um 20:00

Bremer Arbeitsgruppe für Psychoanalyse und Psychotherapie
15. Juni
Die Tragödie des Anderen zu verstehen, ist die Voraussetzung, um einander keine weiteren Tragödien zuzufügen
Lesung und Gespräch zu „Sweet Occupation“ Lizzie Doron, Tel Aviv
Olbers-Saal | 1. OG | 20 Uhr
Mitglieder der Bremer Arbeitsgruppe 6,- €; Nichtmitglieder 12,- €; ermäßigt 8,- €