Wieder ein bedenklicher Fall von Zensur, Intoleranz und Unterdrückung der Meinungsfreiheit

Die Evangelische Kirche sagt in Karlsruhe einen Vortrag des Journalisten Andreas Zumach ab / Das Thema „Israel – seine wahren und falschen Freunde“ ist offenbar zu gefährlich für Christen.

Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man eigentlich darüber lachen: Der Journalist Andreas Zumach, der heute in Genf u.a. für die TAZ tätig ist, der zuvor Jahre lang als Freiwilliger und dann als hauptamtlicher Mitarbeitet für die Aktion Sühnezeichen/ Friedensdienste gearbeitet hat (die sich gegen jede Form von Judenfeindlichkeit und für die Überlebenden des Holocaust engagiert) und der schon zahlreiche Vorträge im Rahmen der Kirche gehalten hat, darf in Karlsruhe vor einem Kirchenpublikum nicht sprechen. Sein für den 6. Dezember geplanter Vortrag zum Thema „Israel – seine wahren und falschen Freunde“ wurde von der „dienstaufsichtsführenden Ebene der Evangelischen Kirche in Karlsruhe“ abgesagt, weil es nach der Ankündigung des Vortrages „Irritationen unterschiedlicher Art“ gegeben habe. Weiterlesen

Über ein Jahrhundert jüdischer Wohlfahrtspflege in Deutschland


Urteilsmilde Geschichtsbetrachtung
Von Rudolph Bauer

Vor einem Jahrhundert, am 9. September 1917, der Erste Weltkrieg war noch nicht zu Ende, erfolgte in Berlin die Gründung der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, heute bezeichnet als Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (abgekürzt: ZWSt). Die Gründungsinitiative ging aus vom Deutsch-Israelitischen Gemeindebund (DIGB), der Großloge für Deutschland B’nai B’rith und dem Jüdischen Frauenbund (JFB). Sie sollte dazu dienen, die Wohlfahrtspflege in allen jüdischen Gemeinden Deutschlands auf überregionaler Ebene zusammenzufassen, seitens der Zentrale mit den örtlichen Gemeinden zusammenzuarbeiten sowie Provinzial- bzw. Landesverbände zu schaffen. Weiterlesen

Heiko Flottau über die Versuche, Veranstaltungen zum Leiden der Palästinenser zu behindern

Heiko Flottau war von 1985 bis 1992 und von 1996 bis 2004 Nahostkorrespondent der Süddeutschen Zeitung, mit Sitz in Kairo, von 2005 bis 2009 freier Journalist in Kairo. Er beobachtet das Geschehen im Nahen Osten mit Sachverstand und mit Sorge. Albrecht Müller.

Immer häufiger versucht die israelische Lobby, Veranstaltungen zu verhindern, in denen die Unterdrückung der Palästinenser diskutiert werden soll. Kürzlich verschickte Weiterlesen

Zu Europa sagen wir: Vermischt Kritik an Israel nicht mit Antisemitismus!

Anlässlich einer Konferenz der österreichischen Regierung im Kontext ihres EU-Ratsvorsitzes unter dem Titel „Europa jenseits von Antisemitismus und Antizionismus – Sicherung jüdischen Lebens in Europa“ wenden sich Dutzende Israelische Intellektuelle – darunter die Holocaust- und Antisemitismusforscher*innen, Historiker*innen und Soziolog*innen Eva Illouz, Jose Brunner, Moshe Zimmerman, Moshe Zuckermann, Idith Zertal, Zeev Sternhell und Dalia Ofer, die Israel-Preisträger*innen (höchste Auszeichnung des Staats Israel) Michal Naaman, David Shulman, David Tartakover und Daniel Karavan (Schöpfer des Denkmals für die Sinti- und Roma-Opfer des Nationalsozialismus in Berlin) – an die europäische Öffentlichkeit. Weiterlesen

„Ich werde nicht hassen“ – ein bewegendes Theaterstück im Gemeindezentrum Zion

Am 16. Januar 2009 verlor der Arzt Izzeldin Abuelaish drei seiner Töchter und eine Nichte, als zwei israelische Panzergranaten in sein Haus in Gaza einschlugen. Sein Bruder und eine weitere Tochter wurden schwer verletzt. Der Arzt erlangte traurige Berühmtheit, weil es ihm wegen seiner guten Verbindungen nach Israel noch während des Angriffs gelang, seinen Freund, den Fernsehjournalisten Shlomi Eldar mitten in einer Interviewsendung (auf Channel 10) anzurufen und von ihm life zugeschaltet zu werden. So konnten die israelischen Zuschauer und Zuschauerinnen seine Anklagen und Hilferufe miterleben. „Sie haben mein Haus bombardiert. Sie haben meine Töchter getötet. Was haben wir getan?“ Weiterlesen

Andreas Zumach: Israel, Palästina und die Grenzen des Sagbaren

Am letzten Mittwochabend sprach Andreas Zumach an der Universität München (LMU) auf Einladung von Prof. Dr. Michael Meyen vom Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung. Zumach ist Journalist und langjähriger Korrespondent aus den UN-Gremien in Genf für deutsche Medien, u.a. die taz. Er ist Beirat unseres BIB. Weiterlesen

Es sind Rechtsextreme, die unsereins mit dem falschen Vorwurf von Antisemitismus zum Schweigen bringen wollen

Veranstaltungen, die sich etwa mit „Israel, Palästina und den Grenzen des Sagbaren“ – so der Titel von Andreas Zumachs Referat am kommenden Mittwoch an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) – befassen, sind immer massiveren Angriffen ausgesetzt. Diese Angriffe kommen vor allem von rechten Kräften, die sich links-liberal geben, Weiterlesen

Israels neues „Command Center“ zur Überwachung von Facebook & Twitter

Israels Versuche, aktiv die politische Meinung in anderen Ländern zu beeinflussen, sind nicht neu. Dass dieser Einfluss auch online ausgeübt werden soll, war für viele plausibel. Ein Video von Bildungsminister Naftali Bennett zeigt nun, dass diese Vermutung korrekt war.

Am 25. Januar 2018 fand in der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv eine Veranstaltung statt, in der Bildungsminister Naftali Bennett eine Präsentation zeigte. Der ehemalige Elitesoldat und Major der israelischen Streitkräfte Weiterlesen

The US Christian Leadership Summit. Jerusalem: What makes for Peace?

On October 11, key faith leaders from across the U.S. gathered to advance the vision of an inclusive, diverse, and equitable Jerusalem. This statement was issued by the four sponsoring organizations of The Jerusalem Conference: Bright Stars of Bethlehem, National Council of Churches, Churches for Middle East Peace, and the Samuel DeWitt Proctor Conference. mehr auf dieser Website:
http://brightstarsbethlehem.org/2018/10/affirmation-for-an-inclusive-jerusalem/ Weiterlesen

Orna Akad in der Villa Sponte

Orna Akad, die israelische Schriftstellerin, Stückeschreiberin und Theaterregisseurin ist zur Zeit mit ihrem ersten Roman „Wadi Milech“ auf Lesereise in Deutschland. Der Roman ist im Sommer 2012 im Verlag Hakibbutz Hame‘uchad in Israel und jetzt auch auf deutsch (im AphorismA-Verlag) erschienen. Das Buch war einer der zwölf Nominierten für den Sapirpreis 2012, den wichtigsten Buchpreis in Israel. Weiterlesen