„Bei Israel geht es immer um entweder oder“

Man kann nur staunen, dass es so etwas Abgewogenes und Differenziertes angesichts der aufgeladenen und zum Teil hysterischen Antisemitismusdebatte in
Teilen der Öffentlichkeit und den Verfolgungen von engagierten Nahostengagierten und Auswüchsen der Verbots- und Diffamierungskampagnen bei Veranstaltungen durch selbsternannte „Israelfreunde“ noch gibt. Freunde, auf die,  wie jüngst der israelische Bestsellerautor in seinem neuen weltweit auflagenstarkem Buch formulierte, ein demokratisches Israel gern verzichten sollte. Dieses Buch wie dieser Artikel in der Frankfurter Rundschau sollten Pflichtlektüre für alle sog. Antideutschen und sonstige selbsternannte „Antisemitismus“-jäger sein.
Mit besten Grüssen
Detlef Griesche

https://www.fr.de/politik/bei-israel-geht-es-immer-um-entweder-oder-90036351.html
Frankfurter Rundschau online, 03.09.2020 Weiterlesen

Benjamin Netanyahu – der „Magier“ kämpft um sein politisches Überleben

Jakob Reimann
Anfang Juli bangte die Welt, ob die israelische Regierung ihre Ankündigungen wahrmachen und weite Teile des palästinensischen Westjordanlands annektieren würde – es blieb zunächst aus, zu groß wäre der globalpolitische Preis für Netanyahu gewesen. Bereits Ende Mai begann das Gerichtsverfahren gegen ihn wegen mehrerer Fälle von Korruption und Bestechung – der erste amtierende Ministerpräsident des Landes vor Gericht.

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Faktencheck: Antisemitismus und Antisemitismusbeauftragter. Offener Brief an den Zentralrat der Juden in Deutschland

Zusammenfassung: In Auseinandersetzung mit einem Offenen Brief des Zentralrats erbringen wir Belege für diese Thesen:

  • Antisemitische Delikte erreichten 2017 einen Tiefstand. Nachdem trotzdem Anfang 2018 das Amt des Antisemitismusbeauftragten eingerichtet wurde, stieg die Zahl dieser Delikte an.
  • Kritik an Israel erfolgt nicht aus antisemitischer Motivation.
  • Durch Entsolidarisierung mit anderen Opfern rassistischer Gewalt in Deutschland und durch Solidarität mit Israels Regierungspolitik manövriert sich der Zentralrat in die rechtsnationale politische Ecke. Im Ergebnis wird Antisemitismus nicht bekämpft, sondern gefördert.

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Jews Step Forward – ein Video über Bewusstseinsveränderung

In dem Film „Jews step forward“ (in englischer Sprache) von 2015 berichten Jüdinnen und Juden, was ihnen in ihrer Jugend über Israel erzählt wurde und wie sie sich später von den Mythen und falschen Ideologien befreiten, die dieses Israelbild beinhaltete, und so zu Kritiker_innen Israels wurden. Da der Film kurz nach den Bombenangriffen auf Gaza gedreht wurde, enthält er manchmal schwer zu ertragende Bilder von Leichen, darunter viele Kinder. Es ist immer ein sehr schwieriges und mutiges Unterfangen, sich von althergebrachten Überzeugungen zu lösen und durch eigenes Forschen zu neuen Einstellungen zu gelangen. Das wird hier deutlich.

Warum die Freunde Israels endlich umdenken müssen

Die WELT hat einen ganz erstaunlichen Artikel von Omri Boehn veröffentlicht. Erstaunlich deswegen, weil er erstens tatsächlich in der WELT erscheint, in der sonst eher die recht israelfreundlichen Autoren wie Broder und andere das große Wort führen, und er hier zweitens mit ungewöhnlicher Schärfe eine richtige Abfuhr gegen einen hauseigenen Journalisten, nämlich Alan Posener (prominenter Autor in den Medien des Springer-Verlags, in der Jüdischen Allgemeinen und bis 2009 auch im Weblog „Die Achse des Guten“ von Henryk M. Broder) formuliert. Boehm, Jg. 1979, ist ein israelischer Philosoph, der gerade ein viel diskutiertes Buch veröffentlicht hat. Weiterlesen

Banksy spendet 2,4 Millionen Euro für ein palästinensisches Krankenhaus in Bethlehem

Das Tryptichon „Mediterranean Sea View 2017“ ist für 2,4 Millionen Euro bei Sotheby’s versteigert worden. Der Auktionserlös hat alle Schätzungen übertroffen. Das Tryptichon thematisiert die Flüchtlingskrise von 2017 und besteht aus drei Ölgemälden. Sie zeigen eine aufgewühlte See und eine Küste voller orangefarbener Rettungswesten und Rettungsringe. Weiterlesen

Mehr als sechzig Intellektuelle gegen die Unterdrückung legitimer Kritik an der israelischen Regierung

Wie die Süddeutsche Zeitung am 27. Juli 2020 berichtete, protestierten mehr als sechzig Akademiker und Intellektuelle in einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie wenden sich gegen die Unterdrückung legitimer Kritik an der israelischen Regierungspolitik. Sie schreiben: „Unsere Sorge gilt der drohenden Annexion palästinensischer Gebiete durch Israel sowie dem inflationären, sachlich unbegründeten und gesetzlich unfundierten Gebrauch des Antisemitismus-Begriffs, der auf die Unterdrückung legitimer Kritik an der israelischen Regierungspolitik zielt. Unsere Sorge ist besonders groß da, wo diese Tendenz mit politischer und finanzieller Unterstützung des Antisemitismusbeauftragten gefördert wird.“

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Mahnwachen zur Übergabe des „Schrei nach Hoffnung“ aus Palästina an Bischöfinnen/Bischöfe und Kirchenpräsidenten in Deutschland – ein Bericht mit Fotos

Am 26. Juni 2020 fanden von 11-12 Uhr 20 Mahnwachen und persönliche Begegnungen an den Sitzen von Bischöfinnen/ Bischöfen und Kirchenpräsidenten der protestantischen Kirchen und am Sitz der Katholischen Bischofskonferenz (Bonn) und der Diözese Rottenburg statt. BotInnen übergaben persönliche Briefe und den „Schrei nach Hoffnung: Aufruf zur Entscheidung und zum Handeln“ aus Palästina an die Leitenden Geistlichen. Der Schrei und Aufruf steht unter dem Motto: Wir können nicht Gott dienen und gleichzeitig zur Unterdrückung der Palästinenser schweigen! Er hat inzwischen international etwa 300 UnterstützerInnen. (Siehe auch das Video auf weltnetz.tv „Israel – ein Apartheidstaat“) Weiterlesen

Omri Boehm: Israel – Eine Utopie

Omri Boehm ist einer der bedeutendsten neueren israelischen Forscher und Philosophen. Er besitzt die deutsche und die israelische Staatsbürgerschaft, wurde in Haifa (Israel) geboren, hat in München und Berlin geforscht und lebt heute in den USA , wo er und eine Professur für Philosophie an der New School for Social Research inne hat. Eva Illouz schrieb über ihn, „sein Blick verfügt über die Schärfe des Fremden und das Mitgefühl des Zugehörigen. Dieser Doppelcharakter verleiht seiner Position ungewöhnliche moralische Kraft und gedankliche Klarheit.“

Omri Boehm plädiert dafür, angesichts der nicht nur aus seiner Sicht gescheiterten Zwei-Staaten-Lösung für Israel und Palästina Weiterlesen