Neue Runde auf der Documenta 15 in Kassel. Im Focus: palästinensische Filme aus den 60er bis 80er Jahren

An den Documenta-Spielorten Hübner-Areal und Gloria-Kino präsentiert „Subversive Film“ ein Programm mit 20 Filmen über die palästinensische Befreiungsbewegung. „Subversive Film“, so heißt es in der Selbstbeschreibung der Aktivisten, würde Archivierungsarbeit für unterschiedliche Befreiungsbewegungen betreiben. Gezeigt wird in Kassel eine Montage aus Filmen von britischen, italienischen, deutschen, palästinensischen, ägyptischen, irakischen und japanischen Filmemachern. Mehr Infos hier in der Selbstbeschreibung. Weiterlesen

125 Jahre Zionismus – Von Norman Paech

Norman Paech hielt am 19. August 2022 einen viel beachteten Vortrag. Hier der vollständige Text nach einer Vorlage der NachDenkSeiten v. 22.08.2022.

Wenn wir heute unter dem Titel „125 Jahre Zionismus“ zusammenkommen, so verweist diese Zahl natürlich zunächst auf das historische Ereignis des ersten zionistischen Weltkongresses in Basel im Jahr 1897. Aber zugleich wissen wir, dass dieser Kongress, das heißt seine Botschaft, sein Auftrag und seine Bestimmung, sich nicht mit dem Kongress selbst erfüllt haben, sondern über sein unmittelbares Ziel, die Gründung eines jüdischen Staates, bis heute fortwirken. Und wohl erst in den letzten Jahren wird auch hier in Europa das als Katastrophe erkannt, was die palästinensische Gesellschaft schon seit über 70 Jahren erlebt und deren Wurzel eben hier in Europa, in Basel, liegt. Weiterlesen

Moshe Zuckermann: Nachüberlegungen zum Documenta-Eklat

Bild: Michael Paetzold/CC BY-SA-4.0

Wie ehrlich ist die Kritik an der Documenta in Deutschland? Wie konsequent der Geist der Kritik an der russischen Invasion in die Ukraine? Und was hat das mit Israel zu tun?

Es ist nicht ausgemacht, wann der Documenta-Skandal in Deutschland verblassen wird. Zu überlegen ist gleichwohl jetzt schon, was an ihm so deutsch ist. Der Skandal hat in Deutschland stattgefunden, weil die Documenta ein in Deutschland stattfindendes Kunstereignis ist. Aber gemessen daran, dass in ihr schon immer Exponate aus der ganzen Welt ausgestellt werden, ist auffällig, dass in keinem anderen Land eine der deutschen vergleichbare erregte Reaktion zu verzeichnen war. Nicht einmal in Israel, wo der Eklat kaum zur Kenntnis genommen wurde. Weiterlesen

Adania Shibli: Eine Nebensache (eine Buchbesprechung)

Adania Shibli: Eine Nebensache (Roman), Berenberg – Verlag, Berlin 2022

Dieses deutsche Debüt eines Romans von der 1974 geborenen Palästinenserin aus Ramallah hat schon in manchen Rezensionen in den Feuilletons großer deutscher Medien zu sehr begeisterten Zustimmungen geführt. Und dies obwohl im ersten Teil des Buches zwar distanziert und sachlich ein sehr reales unglaubliches Verbrechen israelischer Soldaten aus dem Jahr 1974 beschrieben wird, bei dem eine Gruppe israelischer Soldaten bei einer Begegnung mit einer Gruppe Beduinen erst die Männer erschossen und dann ein junges Beduinenmädchen erst vergewaltigte und dann tötete. Weiterlesen

Wer ist für den Tod von Shireen Abu Akleh verantwortlich?

Wer ist für den Tod von Shireen Abu Akleh verantwortlich?
Zusammenfassung: Weitere Beweise erhärten die Behauptung, dass israelische Soldaten die palästinensische Al-Jazeera-Journalistin Shireen Abu Akleh erschossen haben. Sogar die UNO hat die Beschuldigung gegen das israelische Militär erhoben. Die israelischen Behörden haben nur den Angriff auf ihre Beerdigung untersucht Weiterlesen

DPG-Rundbrief III Juli 2022

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Erklärung der documenta-Künster*innen aus Anlass der Empfehlung des Aufsichtsrats der documenta vom 16.07.22

Erklärung der documenta-Künster*innen aus Anlass der Empfehlung des Aufsichtsrats der documenta vom 16.7.22, „in einen Prozess der Konsultation mit Wissenschaftlern aus dem Bereich des zeitgenössischen Antisemitismus einzutreten“. (Original auf deutsch hier, auf englisch hier)
(Achtung: die deutsche Übersetzung ist sehr schlecht!)

Sehr geehrte Mitglieder des Aufsichtsrats der documenta gGmbH,

wir, die UnterzeichnerInnen dieser Erklärung, wenden uns heute an Sie als eilnehmende KünstlerInnen und Kollektive sowie an ruangrupa und Mitglieder des künstlerischen Teams der documenta fünfzehn. Weiterlesen

Joe Biden wird begrüsst von B’Tselem

Gerade erreichte uns eine mail von B’Tselem, der einflussreichen NGO in Israel. Sie haben eine große Aktion zur Begrüßung des us-amerikanischen Präsidenten Joe Biden organisiert.

Mit dem folgenden Begleittext: „US-Präsident Joe Biden kam gestern zu einem Besuch nach Israel. Klischees überschwemmen die Medien – das übliche Gerede von „gemeinsamen Werten“, „unzerbrechlicher Bindung“ und Lippenbekenntnisse zur „Zwei-Staaten-Lösung“. Wir haben uns entschieden, den Präsidenten mit großen Werbebannern zu begrüßen, die direkt und einfach die Sprache der Realität sprechen: ‚Herr Präsident, das ist Apartheid.‘ Es sind die USA, die Israel permanent darin unterstützen, das Land zwischen dem Jordan und dem Mittelmeer politisch, geographisch und demographisch neu zu gestalten. […] Weiterlesen

Presbyterianische Kirche (USA): Israel ist ein Apartheid-Staat

Die US-amerikanische Presbyterianische Kirche stimmte am 5. Juli 2022 auf der 225. Generalversammlung der Religionsgemeinschaft dafür, Israel zu einem Apartheidstaat zu erklären, einen Nakba-Gedenktag einzuführen und für weitere Resolutionen. Die Presbyterianische Kirche zählt etwa 1,2 Millionen Mitglieder in den USA und ist bereits seit vielen Jahren sehr kritisch gegenüber dem jüdischen Staat. Weiterlesen

Moshe Zuckermann: Apartheid auch in Israel – nicht nur in den besetzten Gebieten?

„Apartheid auch in Israel – nicht nur in den besetzten Gebieten?“ Darüber sprach am Donnerstag, den 9.Juni 2022, Prof. Dr. Moshe Zuckermann aus Tel Aviv. Geplant war zunächst eine Präsenzveranstaltung in den Räumen des Club Voltaire in Frankfurt. Aber – Zuckermann konnte nicht kommen, da er, trotz vierter Impfung, an Corona erkrankt war. Als Ersatz wurde kurzfristig eine Zoom-Hybrid-Veranstalung durchgeführt. Ton und Bild wurden aus Tel Aviv im Saal übertragen, gleichzeitig konnten sich extern Teilnehmer und Teilnehmerinnen über Zoom einwählen. Es wurde mit über 140 Besuchern im Saal und an den Rechnern eine sehr gut besuchte Veranstaltung. Weiterlesen