Die Antideutschen: Bejerano, Becker und Zuckermann kommentieren

Antideutsche behaupten, die einzig richtige Lehre aus der Shoa, dem historisch singulären Großverbrechen der Deutschen an den Juden gezogen zu haben, indem sie die Ideologie und die Politik der israelischen Regierung bedingungslos unterstützen.

„Antideutsche“ gibt es in allen politischen Lagern, viele bezeichnen sich als links. Weiterlesen

Proteste gegen Israels Politik sind nötig – die Existenz dieses Staates steht aber gar nicht zur Debatte

Eine offenbar unter iranischem Einfluss stehende Gruppe „Die Feder“ will am Samstag auf dem Hillmannplatz in Bremen über die Existenz Israels abstimmen lassen. Die Gruppe, die jeden Samstag mit einer Mahnwache vor den Domtreppen gegen die israelische Besatzungspolitik in den palästinensischen Gebieten demonstriert, Weiterlesen

Wenn Israels Besatzung nicht endet, wird der Antisemitismus weltweit zu unheimlicher Stärke anwachsen
50 Jahre der Okkupation haben latente Vorurteile und alte Stereotype nicht nur gegen Juden, sondern auch gegen Araber und Muslime wieder aufgeweckt. Aber noch immer leugnen viele, dass Israels immer gewaltsamere Kontrolle ein entscheidender Faktor ist. Weiterlesen

Berlin: Die Angst der Juden vor den Judenfreunden. Eine jüdische Buchhandlung in Berlin muss unter dem Druck von Linken schließen. Die linke Israelverehrung verkehrt sich so in ihr Gegenteil.
Ein Kommentar von Armin Langer

(Der Verf. gründete 2013 die „Saalam-Schalom-Initiative“ im stellenweise arabisch geprägten Berlin-Neukölln)

Ein paar Dutzend Menschen, einige von ihnen schwarz gekleidet, nehmen auf winzigen, unbequemen Hockern in einer Neuköllner Buchhandlung Platz. Die uralte jüdische Schiwa-Tradition besagt, dass Trauernde niedrig sitzen sollen. Schon der Prophet Hiob trauerte auf diese Art. Weiterlesen

Europa ist verrückt
Uri Avnery, 22.7.17

GEORG SOROS, der amerikanische Multi-Milliardär, verursacht Benjamin Netanjahu eine Menge Probleme.

In diesem besonderen Augenblick braucht Netanjahu keine Probleme. Eine riesige Korruptions-Affäre, die deutsche Unterseeboote betrifft, kriecht langsam und unaufhaltsam auf ihn zu.

Soros ist ein ungarischer Jude, ein Holocaust-Überlebender. Die ungarische, regierende Partei hat sein Gesicht in ganz Budapest mit einem Text übermalt, der kaum seine antisemitische Absicht verbirgt. Soros Sünde ist seine Unterstützung für Menschenrechtsorganisationen in seiner früheren Heimat. Er macht dasselbe in Israel, wenn auch in viel kleinerem Maßstab. Netanjahu mag ihn auch deshalb nicht. Weiterlesen

Von Jerusalem bis München: Der Vormarsch der Hetzer
Als im vergangenen Juni die Welt der 50 Jahre militärischer Besatzung palästinensischer Gebiete durch Israel gedachte und dagegen protestierte, entschied sich eine sehr kleine Anzahl von Städten dafür, stattdessen Krieg und Besatzung zu feiern. Besonders tat sich wieder Jerusalem hervor, wo alljährlich Rechte demonstrieren, um die Annexion Ostjerusalems zu feiern und dabei islamophobe Slogans zu brüllen und die dort lebenden Palästinenser*innen lebensbedrohlich zu attackieren. Weiterlesen

Hilferuf aus Gaza. Kein Strom, kein sauberes Wasser – Israel blockiert Leben in palästinensischem Küstenstreifen.
Von Karin Leukefeld

»Wir haben fast keinen Strom«, mit diesen knappen Worten beschreibt Professor Abed Schokry in seinem Bericht aus Gaza, den er regelmäßig an Freunde und Bekannte in Deutschland schickt, die Situation in dem abgeriegelten Gebiet. 17 Jahre lebte Schokry in Deutschland, promovierte Weiterlesen

Deutsch-Israelischer U-Boot-Deal. Keine Geschäfte mit Atomwaffenträgersystemen! IPPNW-Pressemitteilung vom 13.07.2017.
Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert die Bundesregierung auf, die Lieferung von U-Booten an Israel zu stoppen. Experten zufolge können diese U-Boote mit Marschflugkörpern und nuklearen Sprengköpfen ausgestattet werden. Weiterlesen

„Nicht mehr säkular.“ Ein Interview mit Tsafrir Cohen über Jeschajahu Leibowitz, den 1967er Krieg und die Kolonialismus-Debatte in Israel.

Katja Maurer: Wir haben uns Anfang der 1990er-Jahre kennengelernt, als wir im „Freitag“ Dein Interview mit dem Religionsphilosophen Jeschajahu Leibowitz publizierten, eines der letzten vor seinem Tod. Ich erinnere mich gut an sein scharfes Denken, aber auch an die Denkfigur, die mir im Kopf Türen öffnete: dass der Messias immer gedacht werden müsse als im Kommen, aber nie als gekommen. Weiterlesen