Moshe Zuckermann: Apartheid auch in Israel – nicht nur in den besetzten Gebieten?

„Apartheid auch in Israel – nicht nur in den besetzten Gebieten?“ Darüber sprach am Donnerstag, den 9.Juni 2022, Prof. Dr. Moshe Zuckermann aus Tel Aviv. Geplant war zunächst eine Präsenzveranstaltung in den Räumen des Club Voltaire in Frankfurt. Aber – Zuckermann konnte nicht kommen, da er, trotz vierter Impfung, an Corona erkrankt war. Als Ersatz wurde kurzfristig eine Zoom-Hybrid-Veranstalung durchgeführt. Ton und Bild wurden aus Tel Aviv im Saal übertragen, gleichzeitig konnten sich extern Teilnehmer und Teilnehmerinnen über Zoom einwählen. Es wurde mit über 140 Besuchern im Saal und an den Rechnern eine sehr gut besuchte Veranstaltung. Weiterlesen

Neu: Palästina Journal der DPG – Ausgabe 18 – Juni 2022

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Ältere Ausgaben des Palästina Journals hier

Neue Infos zu Israel/Palästina

1. Beim Jerusalemtag sind 70 000 Siedler durch das muslimische Viertel von Jerusalem marschiert und haben gerufen „Tod den Arabern“, „Euer Dorf soll brennen“ und „Shireen Abu Akleh (die erschossene Journalistin) ist eine Hure“ (s. Video im Anhang). Bei Protestaktionen an diesem Tag wurden Hunderte Palästinenser*innen durch Gummigeschosse u.a. der israelischen Sicherheitskräfte verletzt. https://www.n-tv.de/politik/Flaggenmarsch-bringt-Palaestinenser-auf-article23363595.html Weiterlesen

Viola Raheb: „Wir haben Palästina zu Tode diskutiert“ – über den kreativen Widerstand in Palästina

Viola Raheb war vom AK Nahost Bremen eingeladen, in einer Zoom-Veranstaltung am 26. April 2022 zu dem Thema „Hoffnung und Zukunft für Palästina – die Bedeutung von Bildung und Kultur für einen kreativen Widerstand“ zu sprechen.

Viola Raheb arbeitet seit vielen Jahren in der Bildungswissenschaft, politischen Frauenbildung sowie kulturellen Bildung.

Sie beschäftigt sich in diesem Vortrag mit der Frage, inwieweit Bildung und Kultur in Palästina einen kreativen gewaltfreien Widerstand positiv beeinflussen und gibt Beispiele. Sie berichtet über die Proteste der jungen Generation in den vergangenen Monaten bzw. Jahren und zeigt auf, welche Rolle Frauen in der palästinensischen Gesellschaft gegen die Besatzung und das Unrecht einnehmen.Viola Raheb wuchs in Bethlehem als Tochter einer alteingesessenen palästinensisch-christlichen Familie auf. Sie studierte Erziehungswissenschaften und Ev. Theologie in Freiburg und promovierte in Advanced Theological Studies an der Universität Wien.

 

Einige Infos zu Palästina / Israel

Liebe Israel/Palästina Interessierte,

1. Zwangsvertreibung: Nach 20jährigem Rechtsstreit hat das oberste israelische Gericht entschieden, dass Zwangsvertreibungen in Masafer Yatta (südlich von Hebron) legal sind – einer der Richter ist ein Siedler (!). Dagegen hat sich vielfältiger Protest erhoben und der deutsche Koordinationskreis Palästina Israel hat an deutsche Parlamentarier geschrieben und um eine Stellungnahme gebeten: https://www.kopi-online.de/wordpress/?p=5194.
Jeff Halper vom Israelischen Komitee gegen Hauszerstörungen hat eine Analyse der israelischen Politik des Landraubs dazu verfasst: https://www.kopi-online.de/wordpress/?p=5194 Weiterlesen

Versuchte Geschichtsklitterung

Ausriss Weserkurier v. 6. Mai 2022

Am 6. Mai 2022 brachte der Weserkurier einen großen Artikel im Kulturteil über die Banksy-Ausstellung („The Mystery of Banksy“) im Bremer BLG-Forum. Titel des Artikels: „Kleines Wort, große Wirkung“. Und um welches Wort ging es? Um das Wort „Apartheid“. Bekanntlich ist dies ein Vorwurf, der die gegenwärtige israrelische Gesellschaft schwer trifft, weswegen die israelische Regierung mitsamt ihren Botschaften unermüdlich versucht – mit vielen Mitteln und über viele Kanäle -, diesen Vorwurf zu entkräften.

Aus dem WK-Artikel: „Der anonyme britische Streetart-Künstler Banksy hat 2017 ein Hotel in Bethlehem direkt an der knapp 760 Meter langen Sperrmauer entlang der Grenzlinie zwischen Israel und dem Westjordanland eröffnet: das ‚Walled Off Hotel‘. Die Macher der Banksy-Ausstellung haben Teile des Hotels nachgebaut, auch ein Teil der „Palestine Wall“ wurde am Eingang der Ausstellung als Nachbildung aufgestellt. Weiterlesen

UN-Menschenrechtsrat: Bericht über die Lage der Menschenrechte in Palästina angenommen

Der UN-Menschenrechtsrat hat in seiner 49. Sitzung den Bericht von Michael Lynk über die Lage der Menschenrechte in den seit 1967 besetzten palästinensischen Gebieten angenommen und am 21.3. veröffentlicht. Der Sonderberichterstatter hat auch die  Merkmale der Apartheid zu Rate gezogen und auf die israelische Besatzung angewendet. Er kommt zu dem Schluss, dass die israelische Herrschaft über die besetzten palästinensischen Gebiete inzwischen als Apartheid bezeichnet werden kann. Hier der Link zum Bericht: https://www.icahd.de/der-un-bericht-des-sonderberichterstatters-ueber-die-lage-der-menschenrechte-in-den-seit-1967-besetzten-palaestinensischen-gebieten/

Wie der Amnesty-Bericht geht auch dieser Bericht detailliert auf die Menschenrechtsverletzungen ein, beschränkt sich aber auf die besetzten Gebiete. Hier einige Auszüge:
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Annette Groth: „Israelbezogener Antisemitismus“ – Instrumentalisierung eines Begriffs

Zoomveranstaltung mit Annette Groth am 30. März 2022.
Annette Groth ist als ehemalige Bundestagsabgeordnete und durch ihr langjähriges Engagement in der Palästinasolidarität besonders geeignet, über ihre Erfahrungen bei der parlamentsinternen Meinungsbildung zum Thema Palästina / Israel zu reden. Was erfahren die Abgeordneten und was wissen Abgeordnete über die postkoloniale Entwicklung Israels? Weiterlesen

It Isn’t Apartheid – It’s Worse

in Ostjerusalem

Lev Grinberg, Präsident der Israeli Sociological Association, hat in Haaretz (v. 24.02.2022) einen wichtigen Artikel (leider hiner der Bezahlschranke) über Israels Apartheid veröffentlicht. Claus Walischewski hat ihn auf deutsch übersetzt. Hier einige Auszüge.

Es ist keine Apartheid – es ist schlimmer

Der Bericht von Amnesty International geht wegen eines einzigen Wortes am Thema vorbei: „Apartheid“. Menschen, die den Bericht nicht gelesen haben, verurteilen ihn als „antisemitisch“ oder zumindest als unbegründet im Vergleich zu Südafrika. Selbst diejenigen, die die Verurteilung Israels unterstützen und es für einen Apartheidstaat halten, müssen den Bericht nicht lesen – schließlich ist fast alles, was darin steht, bekannt und vertraut. Weiterlesen

Von Israel lernen, heißt Putin besiegen lernen

Präsident Wolodymyr Selenskyi. Foto: wikimedia commons. Ukrinform TV

(am 14.03.2022 überarbeitet) „Von Israel lernen, heißt Putin besiegen lernen“ – so ist ein sehr interessanter Artikel vom 08.03.2022 auf der Website „Quantara“ überschrieben. Der Artikel widmet sich den vielfältigen historischen und aktuellen Verbindungen zwischen Israel und der Ukraine. Die Website „Quantara“ will „zum Dialog mit der islamischen Welt beitragen“ – und wird vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland gefördert.

Bei seiner Vereidigung am 20. Mai 2019 nannte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyi Israel als Vorbild im Hinblick auf die Verteidigung der Ukraine – was in Tel Aviv und Jerusalem für Schlagzeilen sorgte.

Selenskyj ist 1978 als Sohn jüdischer Eltern in der südukrainischen Stadt Kriwoj Rog geboren. Weiterlesen