Inamo wird fehlen

„Mit dem Herbst-/Winterheft 2019 stellen wir als Redaktion unsere Arbeit ein. Wir bedanken uns bei Ihnen als Leserinnen und Leser für Ihre Aufmerksamkeit, Ihr kritisches Feedback und Ihre Verbundenheit mit der Zeitschrift. Als wir im Jahr 1995 mit diesem Projekt anfingen, hätten wir nicht gedacht, dass diese Arbeit schließlich über fast einem Vierteljahrhundert weitergeführt werden würde. Diese wäre ohne die Resonanz und Ermutigung durch unsere Leserinnen und Leser nicht möglich gewesen.“

Mit dieser Nachricht verabschiedete sich die Redaktion von Inamo. Der Titel ist eine Abkürzung und steht für Informationsprojekt Naher und Mittlerer Osten. Unter diesem Namen Weiterlesen

Georg Meggle fragt: „Genau wann ist Israelkritik antisemitisch?“

Der IHRA-Definition des Antisemitismus folgen immer mehr Länder, Hauptzweck ist ihre Verwendbarkeit als semantische Waffe

Für Jared Kushner, Schwiegersohn und Chefberater des derzeitigen US-Präsidenten, und für viele andere ist das keine echte Frage: Jeder Antizionismus ist antisemitisch. Und da jede grundsätzlichere Israelkritik antizionistisch sei, so folgt für sie bereits, dass … . Also: Wo liegt das Problem? Ich meine: ACHTUNG: Hier ist etwas faul. Doch was? Weiterlesen

Weihnachten

Banksy graffiti. wikimedia commons

Weihnachten in Bethlehem: „Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.“

Hauszerstörungen in den südlichen Hebronbergen

Der israelische Aktivist und ICAHD-Mitbegründer Amos Gvirtz berichtet regelmäßig über Hauszerstörungen, Vertreibungen etc. Hier ist sein jüngster Bericht, der wie immer unter dem Titel „Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst“ erscheint. Mehr dieser Berichte finden Sie unter www.icahd.de
Claus Walischewski (ICAHD)

Sagt nicht, wir hätten es nicht gewusst Nr. 676-77

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Podiumsdiskussion IPPNW Deutschland: Droht ein weiterer Krieg im Nahen Osten?

Ende November lud der IPPNW Deutschland – Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges vier Referent*innen ein, um in einen Hörsaal der Humboldt-Universität zu Berlin über die Eventualität eines potentiell drohenden Krieges im Nahen Osten zu diskutieren. Dr. Azadeh Zamirirad von der Stiftung Wissenschaft und Politik setzte sich mit der Gefahr einer militärischen Eskalation am Persischen Golf auseinander, Gerhard Baisch von der IALANA

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Dreißig Jahre Filmen für Menschenrechte: B’Tselem

Zusammenfassung: Die israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem ist 30 Jahre alt geworden – ein trauriges Jubiläum, denn Dokumentation von dreißig Jahren Besatzung hat die internationale Gemeinschaft nicht dazu gebracht, die Besatzung zu stoppen.

Vor dreißig Jahren gründeten Menschenrechtsaktivisten in Israel B’Tselem. Der Name dieser Organisation ist sowohl ihr Leitbild als auch ihr Programm. Er ist ihr Leitbild, denn „B’Zéllem Elohím Bará’ et-ha’Adám“ – „Im Ebenbild Gottes erschuf Er den Menschen“ – aus der biblischen Schöpfungsgeschichte wurde vom Talmudgelehrten Ben Asa’i  zum wichtigsten Grundsatz der Toráh erklärt: Juden wie Nichtjuden sind Gottes Ebenbild (Adam war kein Jude; der erste Jude in der Bibel ist Abraham). Unter diesem Motto arbeitet B’Tselem für die Menschenrechte der Palästinenser in Israel und in den von Israel seit 1967 besetzten Gebieten. Weiterlesen

Die mildeste Sanktion gegen Israel

In der FAZ vom 10. Dezember 2019 erschien ein durchaus bemerkenswerter Gastartikel von Dahlia Scheindlin zur umstrittenen Frage der Kennzeichnung von Produkten aus den besetzten Gebieten. Scheindlin ist Politikwissenschaftlerin und Meinungsforscherin sowie Fellow der israelischen Denkfabrik Mitvim – The Israeli Institute for Regional Foreign Policies.

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Rede-, Lehr- und Forschungsfreiheit auch für Hochschulen? – Zur Petition EINSPRUCH

Erste Reihe von links: Judith Butler / Bild: Public Domain, Noam Chomsky / Bild: Andrew Rusk / CC-BY-2.0, Hannah Arendt / Bild: Public Domain. Zweite Reihe von links: Marek Edelman (Mitanführer des Aufstands im Warschauer Ghetto, später Facharzt für Kardiologie; lebenslang Anhänger des jüdischen Arbeiterbund und Antizionist) / Bild: Public Domain, Naomi Klein / Bild: Mariusz Kubik / CC-BY-3.0, Pinchas Elijahu Verleger (Talmudgelehrter, Agitator gegen den Zionismus, von der SS auf der Straße erschossen; Onkel eines der Initiatoren dieser Petition) / Bild: Public Domain.

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Trauer um Saleh El-Sarey

Es war ein bewegender Abschied auf dem Osterholzer Friedhof mit annähernd 300 Familienmitgliedern, Freunden und Freundinnen und Mitstreiter/innen. Wußten wir es nicht vorher, so konnten wir hier erleben, wie beliebt und geschätzt Saleh war und wie unermesslich sein Verlust für die Palästinensische Community und für die Friedensbewegung in Bremen und umzu ist. Wie es der moslemischen Trauer-Tradition entspricht, fand die dreitätige Trauerfeier vom 26. bis 27. November im Bürgerhaus Hemelingen statt.
Detlef Griesche

Die Kehrtwende der USA zum Siedlungsbau im Westjordanland

Stellungnahme der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V. 20.11.2019

Am Montag, den 18.11. 2019 verkündete der Aussenminister der USA Pompeo einen weiteren Schritt der radikalen Abkehr der früheren Nahostpolitik. Nach Anerkennung der Annektion der Golanhöhen, der Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem und der Mittelstreichung für die UNWRA wird der israelische Siedlungsbau im besetzten Westjordanland nicht mehr kategorisch als  völkerrechtswidrig betrachtet. Weiterlesen