Keine Alleinvertretungsansprüche im jüdisch-christlichen Dialog – die Diskussion muss neu beginnen 

Von: Hans-Jürgen Abromeit, erschienen im Deutschen Pfarrerblatt, Ausgabe 10/2020

Im Märzheft des Deutschen Pfarrerblatts hat Johannes Wallmann eine Debatte über einige Aspekte des im Sommer 2019 gehaltenen Vortrags von Hans-Jürgen Abromeit eröffnet. Der Sichtweise Abromeits und Wallmanns hat Friedhelm Pieper in der Juniausgabe des Deutschen Pfarrerblatts deutlich widersprochen. Die einander entgegengesetzten Positionen sind dabei – auch in der fortgesetzten Diskussion bis hinein in die Online-Kommentare zu den Beiträgen – hinreichend klar geworden. Hier ergreift nun allerdings der „Urheber“ der Kontroverse, Hans-Jürgen Abromeit, noch einmal selbst das Wort, um seine ursprünglichen Überlegungen zu verteidigen. Weiterlesen

Alibi-Erklärung oder ernstzunehmende diplomatische Note?

Jüngst nahmen Israel, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrein unter dem Beifall der Deutschen Regierung erstmals diplomatische Beziehungen auf und feierten dies als wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem Frieden im Nahen Osten. Kaum ist der diplomatische Beifall verklungen, setzt Israel weitere Fakten auf dem Weg zur stillen Annektion des völkerrechtlich besetzten Westjordanlands. Weiterlesen

„School for Unlearning Zionism“ – eine schier unglaubliche Kampagne gegen jüdisch-israelische Studierende

Hier Auszüge aus einem Brief der Gruppe um die „School for Unlearning Zionism“:

Wie einige von Euch bereits mitbekommen haben, gibt es seit einigen Tagen eine Schmierkampagne gegen das von mir (Yehudit) und anderen jüdischen Israelis mitgegründete Projekt „School for Unlearning Zionism“. In dem künstlerischen Forschungsprojekt setzen wir uns mit dem hegemonialen Diskurs, in dem wir aufgewachsen sind, auseinander und haben für Oktober ein öffentliches „October Program“ aufgesetzt. Es beinhaltet ein Online-Programm und eine Ausstellung, die in der Kunsthalle am Hamburger Platz gezeigt werden soll. Die Kunsthalle ist ein unabhängiger Lernort der weißensee kunsthochschule berlin, der finanziell an sie angebunden ist. Das Projekt ist in Berlin entstanden als „Ort zwischen Tel Aviv und Ramallah“. Weiterlesen

Veranstaltung mit Norman Paech findet nicht statt

Leider müssen wir aufgrund der neuen Corona-Bestimmungen die Veranstaltung mit Norman Paech am 20.10. 2020 zum Thema  Israel: Frieden mit den arabischen Staaten – Frieden mit den Palästinensern absagen. Jetzt dürfen nur noch 25 statt 40 Personen in die Weserterassen, unserem Veranstaltungsort. Wir werden die Veranstaltung zum nächstmöglichen Zeitpunkt nachholen.

Jubiläumsheft: 25 Jahre Dar al Kalima in Bethlehem / Palästina!

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20 Jahre Förderverein Bethlehem Akademie / Dar al Kalima!

2020 sollte für Dar al Kalima / Bethlehem ein Jubiläumsjahr werden: internationale Tagungen, Ausstellungen, ein Filmfestival und weitere Kulturveranstaltungen waren geplant: auf all das hatten sich Dr. Mitri Raheb und sein Team im Dar al Kalima College vorbereitet und gefreut. Doch dann machte ‚Corona‘ alle Pläne zunichte! Mitte März wurde Bethlehem abgeriegelt und ein ‚lockdown‘ hatte zur Folge, dass das öffentliche Leben stillstand. Alle Veranstaltungen im Dar al Kalima College mussten eingestellt werden. Mitri Raheb beschrieb die Lage als ‚doppelten lockdown‘: Bethlehem und Dar al Kalima sind durch die Folgen der israelischen Besatzung und der Pandemie nun doppelt getroffen und ‚abgeriegelt‘. Weiterlesen

„Bei Israel geht es immer um entweder oder“

Man kann nur staunen, dass es so etwas Abgewogenes und Differenziertes angesichts der aufgeladenen und zum Teil hysterischen Antisemitismusdebatte in
Teilen der Öffentlichkeit und den Verfolgungen von engagierten Nahostengagierten und Auswüchsen der Verbots- und Diffamierungskampagnen bei Veranstaltungen durch selbsternannte „Israelfreunde“ noch gibt. Freunde, auf die,  wie jüngst der israelische Bestsellerautor in seinem neuen weltweit auflagenstarkem Buch formulierte, ein demokratisches Israel gern verzichten sollte. Dieses Buch wie dieser Artikel in der Frankfurter Rundschau sollten Pflichtlektüre für alle sog. Antideutschen und sonstige selbsternannte „Antisemitismus“-jäger sein.
Mit besten Grüssen
Detlef Griesche

https://www.fr.de/politik/bei-israel-geht-es-immer-um-entweder-oder-90036351.html
Frankfurter Rundschau online, 03.09.2020 Weiterlesen

Benjamin Netanyahu – der „Magier“ kämpft um sein politisches Überleben

Jakob Reimann
Anfang Juli bangte die Welt, ob die israelische Regierung ihre Ankündigungen wahrmachen und weite Teile des palästinensischen Westjordanlands annektieren würde – es blieb zunächst aus, zu groß wäre der globalpolitische Preis für Netanyahu gewesen. Bereits Ende Mai begann das Gerichtsverfahren gegen ihn wegen mehrerer Fälle von Korruption und Bestechung – der erste amtierende Ministerpräsident des Landes vor Gericht.

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