Altstadt von Hebron und israelische Besatzung

Das Welterbekomitee der Unesco hat am 30. Juni 2017 auf seiner Sitzung in Krakau die Altstadt von Hebron im Westjordanland zum Weltkulturerbe erklärt und auf die Rote Liste gefährdeter Stätten gesetzt. Das Komitee reagierte damit auf einen sogenannten Notfallantrag Palästinas. Die Entscheidung für Hebron fiel in geheimer Abstimmung mit zwölf Ja-Stimmen bei drei Gegenstimmen und sechs Enthaltungen. Weiterlesen

Ökumenisches Begleitprogramm in Palästina und Israel

Lernt Gutes tun! Trachtet nach Recht, helft den Unterdrückten! (Jesaja 1,17)
Hintergrund
Wenn wir in diesem Monat in Bethlehem im besetzten Palästina zusammenkommen, leiden wir noch immer unter einem hundert Jahre währenden Unrecht und unter der Unterdrückung, die dem palästinensischen Volk seither zugefügt wurde. Weiterlesen

Israel unterstützt syrische Milizen, um eine Pufferzone vor den besetzten Golanhöhen zu schaffen. Von Knut Mellenthin

Die Frage ist scheinbar sorgenvoll: »Wird die Lage auf dem Golan Israel in den syrischen Bürgerkrieg hineinziehen?« hieß es am 25. Juni in der englischsprachigen israelischen Tageszeitung Jerusalem Post. Weiterlesen

„Judenhass – die Angst vor dem A-Wort“ – ein lesenswerter Artikel aus der FAZ

Am 23. Juni 2017 erschien in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein knapp und genau argumentierender Artikel von Patrick Bahners. Er geht ein auf die Vorkommnisse um die Kopi-Konferenz „50 Jahre israelische Besatzung“ in Frankfurt, die Verhinderung der Tagung über den Sechs-Tage-Krieg in der Evangelischen Akademie Tutzing und auf die jüngsten Auseinandersetzungen rund um den Antisemitismus-Film (WDR, ARTE, Bild-Zeitung). Bahners war Feuilletonchef und ist jetzt Feuilletonkorrespondent der FAZ. Weiterlesen

Peter Ullrich über Antisemitismus und Antisemitismusdebatten

Am 12. Juni 2017 fand im Konsul-Hackfeld-Haus die letzte Veranstaltung der Reihe „50 Jahre israelische Besatzung“ statt. Der AK Nahost Bremen hatte Ullrich mit Bedacht eingeladen, steht der bekannte Antisemitismusforscher doch in dem Ruf, in dieser eigentlich immer heftiger und emotionaler werdenden Debatte für Differenzierung, für Versachlichung und für einen verständnisvolleren Umgang miteinander zu werben. Weiterlesen

„Bild.de“ zeigt Antisemitismusfilm, den Arte nicht ausstrahlte

Am 13. Juni 2017, 0.02 Uhr, verkündete Bild.de-Chef Julian Reichelt mit Pathos: „Heute zeigt BILD 24 Stunden lang online – von null Uhr bis Mitternacht – die Dokumentation über Antisemitismus, die ARTE nicht ausstrahlen will und die der WDR immer noch prüft. Die TV-Dokumentation belegt in Europa grassierenden, teils hoffähigen Judenhass, für den es nur zwei Worte gibt: ekelhaft und beschämend. […] Der Verdacht liegt bitter nah, dass diese Dokumentation nicht gezeigt wird, weil sie politisch nicht genehm ist, weil sie ein antisemitisches Weltbild in weiten Teilen der Gesellschaft belegt, das erschütternd ist. Deutschland ist ganz sicher nicht das Land, in dem antisemitische Vorurteile beschönigt, verschwiegen, übertüncht werden sollten.“ Weiterlesen

Aeham Ahmad in der KulturAmbulanz

Aeham Ahmad, der „Klavierspieler von Jarmuk“, liefert den Soundtrack der Zerstörung, des Unvorstellbaren, des Elends in Syrien und in den palästinensichen Flüchtlingslagern des Libanon. Er spielte in den Ruinen von Damaskus und das Bild von ihm, wie er in den Trümmern an seinem Klavier sitzt, ging um die Welt. Der IS bedrohte ihn und seine Familie; sein Klavier wurde angezündet. Weiterlesen

Der Fluch des Sieges

Der ehemalige Chef des israelischen Inlandsgeheimdienstes, Carmi Gillon, über 50 Jahre israelischer Besatzung.
Von Carmi Gillon |

Vor fünfzig Jahren, zwischen dem 5. und 10. Juni 1967, nahm Israel Jordanien das Westjordanland ab und eroberte von Ägypten den Gazastreifen. Mit dem Sechstagekrieg begann die israelische Besatzung. Carmi Gillon konnte sie während seiner Laufbahn beim Schin Bet, der auch für die palästinensischen Gebiete zuständigen ist, aus erster Hand erleben. Seitdem hat er sich zum Kritiker der Besatzung entwickelt und glaubt, um sie beenden zu können, habe Israel nicht die richtige Führung.

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