Israel fasziniert die Rechten. Jüdische AfD-Mitglieder wollen Vereinigung gründen

Deutschlandfunk v. 25.09.2018

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ brachte am 25. September 2018 die Meldung, dass AfD-Mitglieder jüdischen Glaubens eine bundesweite Vereinigung gründen wollten. AfD-Sprecher Lambrou sagte dem Blatt, es gebe keinen Widerspruch zwischen der Mitgliedschaft in der AfD und dem jüdischen Glauben. Als Redner bei der Gründungsversammlung sollen unter anderem die Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch und der stellvertretende Vorsitzende der Bundesvereinigung Christen in der AfD, Kuhs, sprechen.

Mitglieder der jüdischen Gemeinden in Wiesbaden und Offenbach Weiterlesen

Tagung zur Krise der Dialogfähigkeit im Israel-Palästina-Konflikt findet trotz hohen Drucks statt

unnamed

v.l.n.r.: Dr. Michael Blume, Antisemitismusbeauftragter des Landes Baden-Württemberg, im konstruktiven Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten Christine Buchholz (Die Linke), moderiert von Marius Stark (KoPI), am 22. September 2018 in der Evangelischen Akademie Bad Boll (Foto: privat)

Die evangelische Akademie Bad Boll hatte für 21. – 23. September zu einer Tagung über die Sprachlosigkeit der Kontrahenten im Israel-Palästina-Konflikt eingeladen. Weiterlesen

Norman Paech über Moshe Zuckermann

Es gibt wohl kaum ein Thema, über das vor allem in Deutschland mit so unbändiger Härte debattiert wird, wie über das Thema „Antisemitismus“. Der israelische Soziologe Moshe Zuckermann gehört zu den profundesten Kritikern des Missbrauchs des Antisemitismus-Begriffs zum Zwecke der Unterdrückung von Kritik an der Politik des Staates Israel. Im Westend Verlag erscheint in diesen Tagen Zuckermanns jüngstes Buch mit dem vielsagenden Titel „Der allgegenwärtige Antisemit oder die Angst der Deutschen vor der Vergangenheit“. Norman Paech hat sich Zuckermanns Buch für die NachDenkSeiten einmal näher angeschaut.

Es steht wissenschaftlich inzwischen außer Frage, dass ein Anstieg des Antisemitismus in Deutschland nicht nachweisbar ist, dass es keinen neuen Antisemitismus gibt, Weiterlesen

BDS — neuerdings sachlich betrachtet?!

Roger Waters Foto: Wikimedia Commons Author Davidwbaker

Bekanntlich ist es eines der schwersten Gedankenvergehen in Deutschland, wenn man die BDS-Kampagne unterstützt, sich also für Boykotte und Sanktionen gegen Israel einsetzt. Dies wird als „Antisemitismus“ bezeichnet. Für Menschen, die — zu Recht oder Unrecht — auch nur im Verdacht stehen, BDS-aktiv zu sein, bedeutet das, ganz offiziell  in München und Frankfurt keine städtischen Räume vermietet zu bekommen. Der Bann strahlt häufig genug auch auf Personen und Organisationen aus, die sich gar nicht für BDS einsetzen —  wie z.B. BIB. Er dient daher allgemein zur Einschüchterung  all jener, die sich um eine gerechte Lösung des Palästinaproblems bemühen. Weiterlesen

„Keine Gerechtigkeit ohne Rückkehr der Flüchtlinge“: Vor 70 Jahren ermordeten Zionisten in Jerusalem den UN-Vermittler Graf Folke Bernadotte

Der hoch angesehene UN-Vermittler Graf Folke Bernadotte war voller Sympathien für einen jüdischen Staat, als er 1948 im Nahen Osten eintraf. Doch in kurzer Zeit wandelte sich der schwedische Diplomat zu einem Anwalt der arabischen Flüchtlinge – eine Haltung, die zionistische Attentäter nicht dulden wollten.
Von Heiko Flottau.

Israel war nach seiner offiziellen Staatsgründung am 14. Mai 1948 gerade einmal sechs Tage alt, als am 20. Mai der schwedische UN-Vermittler Graf Folke Bernadotte den neuen Staat betrat. Er war von den Vereinten Nationen geschickt worden, um im Krieg, den arabische Staaten gegen Israel begonnen hatten, zu vermitteln. Weiterlesen

Es droht eine humanitäre Katastrophe

Ausriss aus Weserkurier v. 07.09.2018

Nicht nur palästinensischen Organisationen haben mit Empörung auf Trumps Ankündigung reagiert, die Zahlungen an das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNRWA nach 70 Jahren einzustellen. Das sind von den jährlichen Mitteln Weiterlesen

Trump droht: Zahlungen der USA an UNRWA werden eingestellt

Stellungnahme der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft, September 2018:
Nicht nur palästinensischen Organisationen haben mit Empörung auf Trumps Ankündigung reagiert, die Zahlungen an das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNRWA nach 70 Jahren einzustellen. Das sind von den jährlichen Mitteln in Höhe von insgesamt ca. 950 Mill. Euro Finanzhilfen etwa 290 Millionen Euro. Weiterlesen

Ein Schritt zurück, zwei Schritte vor – Jeremy Corbyn gibt im Antisemitismus-Streit nach und marginalisiert seine Gegner

wikimedia commons

Labour übernimmt gängige Antisemitismus-Definition“, so titelten gestern die deutschen Nachrichtenagenturen und interpretierten dies als Niederlage von Jeremy Corbyn, der sich stets gegen eine vollständige Übernahme dieser Definition samt der umstrittenen Beispiele gewehrt hat . Das ist nicht ganz falsch. Weiterlesen