Warum leben in Berlin-Neukölln so viele Israelis? Der Mythos vom No-go-Neukölln

Übertreibt der Anti-Antisemitismus? Yossi Bartal meint: ja. Er ist Jude, stammt aus Jerusalem und lebt seit zehn Jahren in Neukölln. Deutschlandfunk Kultur hat er ein aufschlussreiches Interview gegeben. „Den selbsternannten Beschützern hier lebender Juden ruft er zu: Ja, es gibt hier Antisemitismus. Aber trotzdem ist Neukölln keine No-go-Ärea für Juden.“ Weiterlesen

Zwischenstopp der „Gaza Freedom Flotilla“ in Wilhelmshaven

Ein Motorboot und drei Segelschiffe kamen am Sonntag, 27. Mai 2018, am Bontekai in Wilhelmshaven an. Sie haben sich das Ziel gesetzt, Gaza zu erreichen und die von Israel seit Jahren (natürlich illegal) verhängte Seeblockade zu durchbrechen. Vorher wird die Flotilla in verschiedenen europäischen Häfen anlegen, um für ihr Vorhaben zu werben. Geplant sind die Zwischenstopps in Amsterdam, Brighton, Cagliari, Palermo. Der Deutschlandfunk war mit einem Reporter in Wilhelmshaven und interviewte den Kapitän der „Al-Awda“ („Freiheit“), Weiterlesen

Für die Umsetzung der Ziele des Zionismus ist jedes Mittel recht Tom Segevs eindrucksvolle Ben Gurion-Biographie schildert die Entstehung und frühen Jahre des Staates Israel ohne Tabus. Eine Buchbesprechung von Arn Strohmeyer Weiterlesen

Moshe Zuckermann: „Bin kein selbsthassender Jude, ich hasse die Faschisten in Israel“

Der Abend mit Moshe Zuckermann im Bremer Überseemuseum war eine Sternstunde, ein brillanter Vortrag des vielleicht besten Kenners der Debatten sowohl in Israel als auch in Deutschland über die israelische Kriegs-, Besatzungs- und Landnahmepolitik. Die verworrene sowie ideologisch und politisch aufgeladene Antisemitismus-Diskussion, so Zuckermann, sei im Prinzip einfach zu durchschauen. Man müsse nur die Kategorien Judentum und Zionismus und den Staat Israel politisch, ideologisch und historisch sorgfältig voneinander trennen. Die Gegenseite versuche genau das Gegenteil, nämlich die Kategorien in eins zu setzen und so jede Kritik am Zionismus und erst recht jede Kritik am Staat Israel mit dem Antisemitismus-Vorwurf zu überziehen. Weiterlesen

Angesichts der Toten in Gaza: Mahnwache vor den Bremer Domtreppen

In Bremen haben sich am Sonnabend, 19. Mai 2018, über 300 Palästinenser und Palästinenserinnen, dazu viele Sympathisanten der traditionellen Mahnwache angeschlossen, die seit vielen Jahren auf Transparenten und Stelltafeln Frieden und Gerechtigkeit für Palästina und Israel einfordert. Es wurden keine großen Reden gehalten oder Parolen gerufen. Der Protest war still und sollte die Trauer angesichts der jüngsten Massaker durch die israelische Armee zum Ausdruck bringen. Weiterlesen

Mahnwache und Protest vor dem Bremer Dom. Gegen das Töten durch israelische Scharfschützen an der Grenze von Gaza

screenshot aus Russia Today v. 30.03.2018

„Wir Sniper sind zum Töten ausgebildet, wir stoppen keinen Protest.“ So der ehemalige israelische Scharfschütze Nadav Weimann am 16. Mai 2018 in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Hinter hohen Sandwällen, aus sicherer Entfernung erschießen israelische Scharfschützen unbewaffnete und protestierende Palästinenser und Palästinenserinnen an der Grenze von Gaza. Ohne jede Rücksicht auf Völkerrecht und Menschenrecht.

Die Botschafterin Palästinas, Dr. Khouloud Daibes dazu in einer Erklärung, die am 17. Mai 2018 veröffentlicht wurde: Weiterlesen

Appell israelischer Prominenter Nach den blutigen Protesten in Gaza: „Die Welt muss eingreifen“

60 Palästinenser sind am Montag am Gazastreifen getötet worden. Jetzt werfen prominente Israelis in internationalen Medien ihrer Regierung „kriminelles Vorgehen“ vor. Wir dokumentieren den Aufruf. Weiterlesen

Internationales Entsetzen über Blutbad in Gaza – Fröhliche Mienen bei Botschaftseröffnung

Ausriss aus Haaretz v. 15. Mai 2018

Während im Gazastreifen von Stunde zu Stunde die Zahl der getöteten Palästinenser stieg, fanden sich in der neuen amerikanischen Botschaft in Jerusalem am Montag Hunderte von geladenen Gästen ein, um mit der Präsidententochter, Ivanka Trump, ihrem Ehemann, Jared Kushner, dem amerikanischen Finanzminister Steven Mnuchin, dem Sonderbeauftragten des amerikanischen Präsidenten, Jason Greenblatt, dem israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin sowie dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu die umstrittene Eröffnung des bisherigen Konsulats als nun vorläufige amerikanische Botschaft zu feiern. Weiterlesen