Berlin: Die Angst der Juden vor den Judenfreunden

Eine jüdische Buchhandlung in Berlin muss unter dem Druck von Linken schließen. Die linke Israelverehrung verkehrt sich so in ihr Gegenteil.
Ein Kommentar von Armin Langer

(Der Verf. gründete 2013 die „Saalam-Schalom-Initiative“ im stellenweise arabisch geprägten Berlin-Neukölln)

Ein paar Dutzend Menschen, einige von ihnen schwarz gekleidet, nehmen auf winzigen, unbequemen Hockern in einer Neuköllner Buchhandlung Platz. Die uralte jüdische Schiwa-Tradition besagt, dass Trauernde niedrig sitzen sollen. Schon der Prophet Hiob trauerte auf diese Art. Weiterlesen

Europa ist verrückt

Uri Avnery, 22.7.17

GEORG SOROS, der amerikanische Multi-Milliardär, verursacht Benjamin Netanjahu eine Menge Probleme.

In diesem besonderen Augenblick braucht Netanjahu keine Probleme. Eine riesige Korruptions-Affäre, die deutsche Unterseeboote betrifft, kriecht langsam und unaufhaltsam auf ihn zu.

Soros ist ein ungarischer Jude, ein Holocaust-Überlebender. Die ungarische, regierende Partei hat sein Gesicht in ganz Budapest mit einem Text übermalt, der kaum seine antisemitische Absicht verbirgt. Soros Sünde ist seine Unterstützung für Menschenrechtsorganisationen in seiner früheren Heimat. Er macht dasselbe in Israel, wenn auch in viel kleinerem Maßstab. Netanjahu mag ihn auch deshalb nicht. Weiterlesen

Von Jerusalem bis München: Der Vormarsch der Hetzer

Als im vergangenen Juni die Welt der 50 Jahre militärischer Besatzung palästinensischer Gebiete durch Israel gedachte und dagegen protestierte, entschied sich eine sehr kleine Anzahl von Städten dafür, stattdessen Krieg und Besatzung zu feiern. Besonders tat sich wieder Jerusalem hervor, wo alljährlich Rechte demonstrieren, um die Annexion Ostjerusalems zu feiern und dabei islamophobe Slogans zu brüllen und die dort lebenden Palästinenser*innen lebensbedrohlich zu attackieren. Weiterlesen

Hilferuf aus Gaza

Kein Strom, kein sauberes Wasser – Israel blockiert Leben in palästinensischem Küstenstreifen.
Von Karin Leukefeld

»Wir haben fast keinen Strom«, mit diesen knappen Worten beschreibt Professor Abed Schokry in seinem Bericht aus Gaza, den er regelmäßig an Freunde und Bekannte in Deutschland schickt, die Situation in dem abgeriegelten Gebiet. 17 Jahre lebte Schokry in Deutschland, promovierte Weiterlesen

„Nicht mehr säkular.“ Ein Interview mit Tsafrir Cohen über Jeschajahu Leibowitz, den 1967er Krieg und die Kolonialismus-Debatte in Israel

Katja Maurer: Wir haben uns Anfang der 1990er-Jahre kennengelernt, als wir im „Freitag“ Dein Interview mit dem Religionsphilosophen Jeschajahu Leibowitz publizierten, eines der letzten vor seinem Tod. Ich erinnere mich gut an sein scharfes Denken, aber auch an die Denkfigur, die mir im Kopf Türen öffnete: dass der Messias immer gedacht werden müsse als im Kommen, aber nie als gekommen. Weiterlesen

Unesco erklärt die Altstadt von Hebron zum palästinensischen Kulturerbe

Altstadt von Hebron und israelische Besatzung

Das Welterbekomitee der Unesco hat am 30. Juni 2017 auf seiner Sitzung in Krakau die Altstadt von Hebron im Westjordanland zum Weltkulturerbe erklärt und auf die Rote Liste gefährdeter Stätten gesetzt. Das Komitee reagierte damit auf einen sogenannten Notfallantrag Palästinas. Die Entscheidung für Hebron fiel in geheimer Abstimmung mit zwölf Ja-Stimmen bei drei Gegenstimmen und sechs Enthaltungen. Weiterlesen

Offener Brief der Nationalen Koalition christlicher Organisationen in Palästina (NCCOP) an den Weltrat der Kirchen und an die ökumenische Bewegung

Ökumenisches Begleitprogramm in Palästina und Israel

Lernt Gutes tun! Trachtet nach Recht, helft den Unterdrückten! (Jesaja 1,17)
Hintergrund
Wenn wir in diesem Monat in Bethlehem im besetzten Palästina zusammenkommen, leiden wir noch immer unter einem hundert Jahre währenden Unrecht und unter der Unterdrückung, die dem palästinensischen Volk seither zugefügt wurde. Weiterlesen