Sind Juden „Hebräer“? Abi Melzer zum Durcheinander der Begriffe

Den klassischen Antisemitismus haben die Deutschen angeblich weitgehend eingehegt. Nun soll er als Import zurückkommen. So oder ähnlich meinen es in letzter Zeit immer mehr Publizisten, Politiker und Funktionäre. Auch Josef Joffe von der ZEIT hat jetzt seinen Senf dazu gegeben. Eigentlich ist es müßig, sich mit derartigen „Fachleuten“ auseinanderzusetzen, die den Antisemitismus in drei Typen unterscheiden zu müssen glauben: den historischen, den sekundären und den israelbezogenen Antisemitismus. Dabei bezeichnet er Juden als „Hebräer“. Joffe ist übrigens nicht der einzige Jude, der deutsche Juden als „Hebräer“ bezeichnet, ein Begriff aus dem Wörterbuch der Nazis, der eher in den Stürmer passt als in die ZEIT. Weiterlesen

„Oliven und Asche“ – Schriftsteller*innen berichten über die Besatzung

Dana Golan, Breaking the Silence

Die Stiftung „Die Schwelle“ setzt sich in Bremen seit vielen Jahren „für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ ein. Ein langjähriger Projektpartner der Stiftung ist die israelische Menschenrechtsorganisation „Breaking the Silence“, die, von ehemaligen Soldatinnen und Soldaten gegründet, es sich zur Aufgabe gemacht hat, Weiterlesen

Der Mann mit der Kippa. Nicht jede Wut auf Juden ist rassistisch konnotiert.

Pompöse Feiern zum Unabhängigkeitstag – und eine alternative Gedenkfeier mit David Grossman

Israel hat am 17. April mit den pompösen Feiern zum 70. Gründungstag des Staates Israel behonnen. Auf dem Herzl-Berg in Jerusalem wurden Fackeln entzündet. Anschließend sollen Menschen an mehreren Orten landesweit das Lied „Hallelujah“, mit dem Israel 1979 den Eurovision Contest gesungen hatte, singen. Die Feiern sollen 70 Stunden dauern, u.a. mit Partys auf insgesamt 70 Kilometern Strand, Straßenfesten in Tel Aviv und Jerusalem und Feuerwerke. An einer Flugshow am Donnerstag werden erstmals auch Luftwaffen anderer Länder teilnehmen. Weiterlesen

Eine diplomatische Lösung für Syrien? Michael Lüders im SRF

Foto: Amrei-Marie, wikimedia commons

„Michael Lüders hatte gestern, 16. April 2018, volle 30 Minuten, um den CH-HörerInnen seine Sicht auf die Lage in Syrien zu präsentieren. Das wollen wir auch unseren FreundInnen im nördlichen Nachbarland nicht vorenthalten.“ Das schrieben uns unsere Schweizer Freunde. Der Beitrag von Lüders ist wirklich hörens- und bedenkenswert. Er kann hier nachgehört werden: https://www.srf.ch/play/radio/popupaudioplayer?id=41f1434d-3ef8-423f-aa5f-30b33818cedc
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Avi Primors Kritik an der Besatzungspolitik im Deutschlandfunk

Avi Primor, der ehemalige israelische Botschafter in Deutschland (von 1993 – 1999) hat es mit seiner ungewöhnlich scharfen Kritik an der israelischen Besatzungspolitik bis in die Morgennachrichten des Deutschlandfunks (am 15. April 2018) geschafft. In einem 11-minütigen Telefoninterview mit dem Redakteur Benedikt Schulz erklärte Primor, dass die Zwei-Staaten-Lösung für den Nahost-Konflikt nach wie vor für unverzichtbar sei. Weiterlesen

Gaza Video: Israelische Soldaten schießen unbewaffnetem Palästinenser in den Kopf und jubeln begeistert

Screenshot aus dem Video, das vorgestern Abend im Netz auftauchte. „Hältst Du auf ihn?“ – „Ja.“

Auch die Mainstream-Leitmedien berichten:

Hier der ausführliche Bericht von Palästina Nachrichten PN v. 10.04.2018).

Mit einem am Montagabend auf sozialen Medien verbreiteten Video ist die Behauptung der israelischen Armee widerlegt, Israel schieße am Grenzzaun zu Gaza nur auf „bewaffnete Terroristen“ und „gewalttätige Unruhestifter“. Auf dem Video ist zu sehen, wie einem Palästinenser, der unbewaffnet und völlig regungslos im Grenzbereich steht, von einem israelischen Scharfschützen unter lautem Jubel seiner Kollegen in den Kopf geschossen wird. Weiterlesen

Brief aus Gaza: „Mit welchem Recht geschieht mir und uns das alles?“

March of Return: Palestinians protest in Gaza. Screenshot aus einem fast vierstündigen youtube-video von Russia Today

 (Übernommen, mit freundlicher Genehmigung, von Palästina Nachrichten PN v. 09.04.2018) 
(PN) 09.04.2018 – Am vergangenen Freitag erschoss Israel erneut zehn Palästinenser bei Protesten am Grenzzaun vom Gazastreifen. 1354 Palästinenser wurden nach Angaben des Palästinensischen Gesundheitsministeriums verletzt, davon 491 durch scharfe Munition. 33 schwerverletzte Palästinenser befinden sich in einem kritischem Zustand. Nachdem bereits am Karfreitag die israelische Armee gegen die Protestierenden im Gazastreifen mit tödlicher Gewalt vorgegangen war, sind durch israelische Gewalt in einer Woche mindestens 31 Palästinenser getötet und mehr als 2800 im Gazastreifen zum Teil lebensgefährlich verletzt worden. Weiterlesen

Gaza: Israel tötet weiter – 25jähriger Palästinenser erschossen

(Übernommen, mit freundlicher Genehmigung, von Palästina Nachrichten PN v. 05.04.2018)Im Gazastreifen geht das durch die israelische Armee verursachte Töten von palästinensischen Demonstranten weiter. Am Dienstag erschossen israelische Soldaten einen 25jährigen Palästinenser östlich des Deir al-Bureij Flüchtlingscamps. Ein Kugel traf ihn direkt in die Brust.

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