Aeham Ahmad in der KulturAmbulanz

Aeham Ahmad, der „Klavierspieler von Jarmuk“, liefert den Soundtrack der Zerstörung, des Unvorstellbaren, des Elends in Syrien und in den palästinensichen Flüchtlingslagern des Libanon. Er spielte in den Ruinen von Damaskus und das Bild von ihm, wie er in den Trümmern an seinem Klavier sitzt, ging um die Welt. Der IS bedrohte ihn und seine Familie; sein Klavier wurde angezündet.

Der 28jährige, der jetzt mit seiner Familie in Wiesbaden lebt, tritt in vielen großen europäischen Städten und vor großem Publikum auf. Und hat wohl schon auf mehr als 200 Konzerten zugunsten der Flüchtlingshilfe gespielt.

Insofern war es eine kleine Sensation, dass es der AK Nahost Bremen geschafft hatte, diesen inzwischen weltberühmten und in vielen Medien gezeigten und gefeierten Künstler nach Bremen zu holen. Am 6. Juni 2017 fand sein Konzert im Haus im Park (Saal) der KulturAmbulanz statt. Er begeisterte sein Publikum mit der unvorstellbaren Intensität, Virtuosität, Vielseitigkeit und Leichtigkeit seines Spiels. Er spielte (zum Wiedererkennen) Stücke von Beethoven und Mozart, varrierte und verfremdete sie, um dann mit traditionellen arabischen Liedern und vielen Eigenkompositionen fortzufahren. Dazwischen erzählte er aus seinem Leben als Flüchtling, von seiner Familie, von seinem russichen Musiklehrer und -lehrerin und überhaupt von seinem unglaublichen Schicksal.

Dr. Detlef Griesche führte in den Abend ein. Mounir übersetzte einen Teil seiner Erzählungen und Gedichte. Das Publikum dankte mit langem Beifall.
Sönke Hundt

Der Abend kann hier auf einigen noch am Abend ins Netz gestellten youtube-Filmen nachvollzogen werden.
https://youtu.be/3RSc9MTV7iI
https://youtu.be/E2D5Km3byAQ
https://youtu.be/3RSc9MTV7iI
https://youtu.be/7crmo62irYM
auf diesem Clip werden die Übersetzungen von Mounir wiedergegeben: https://youtu.be/Gs4z4e9ZPcY

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.