Großisrael oder Frieden?

Im Zusammenhang mit der Lösung des Israel-Palästina-Konflikts haben sich beide Seiten in den Oslo-Verträgen Anfang der 1990er Jahre grundsätzlich zur Zweistaatenlösung bekannt. Ein palästinensischer Staat ist aber auch mehr als 20 Jahre später nicht in Sicht.

In »Die Krise des Zionismus und die Einstaatlösung« analysiert Autorin Petra Wild, wie es um das Konzept zweier Staaten zwischen Mittelmeer und Jordan bestellt ist. Weiterlesen

„Die Frau, die niemals schweigt“

Das ist der Titel des Buches über Felicia Langer, geschrieben und verlegt beim Lamuv Verlag, Göttingen, im Jahre 2005. Der Verleger zitiert Ausschnitte von 2 Rezensionen über das Buch:

»Felicia Langer beschreibt nicht die Leiden eines anonymen Volkes, sie beschreibt viele persönliche Einzelschicksale. Sie ist erschrocken über das Ausmaß der Brutalität und verheimlicht ihre Empörung nicht,. Sie will und kann nicht schweigen.« (Lerke von Saalfeld, Süddeutsche Zeitung) Weiterlesen

Rezension über zwei neue Bücher von Karin Leukefeld

  • Karin Leukefeld, Syrien zwischen Schatten und Licht, Menschen erzählen von ihrem zerrissenen Land, 2016, Rotpunktverlag, Zürich
  • Karin Leukefeld, Flächenbrand, Syrien, Irak, die arabische Welt und der islamische Staat, 2015, papyrossa, Köln

Karin Leukefeld ist eine ruhige Erzählerin, nicht sensationsheischend, authentisch. Sie beschreibt, was sie selbst gesehen, gehört und erfahren hat. Sie stellt dar, was sie gründlich recherchiert hat, aus allen Perspektiven aller Beteiligten abgewogen hat. Weiterlesen

Buchtipp: „Im Land der Verzweiflung – Ein Israeli reist in die besetzten Gebiete“

In welcher Weise Israel die Menschenrechte verletzt und westliche Werte ignoriert, zeigen die Beobachtungen des israelischen Schriftstellers Nir Baram. Dieser bereiste das von Israel besetzte Westjordanland und schilderte die Situation der Palästinenser in seinem Buch:

„Im Land der Verzweiflung  – Ein Israeli reist in die besetzten Gebiete“ Weiterlesen

„Die Idee Israel. Mythen des Zionismus“ – neues Buch von Ilan Pappe erschienen

Im Laika-Verlag ist soeben von Ilan Pappe, der zur Gruppe der Neuen israelischen Historiker zählt, der Band »Die Idee Israel. Mythen des Zionismus« erschienen. Darin analysiert er den Gründungsmythos des Staates Israel und geht den Wirkungen der zionistischen Ideologie in der israelischen Gesellschaft und Politik nach. Weiterlesen

Arn Strohmeyer: Das unheilvolle Dreieck. Eine Buchbesprechung

Arn Strohmeyer ist ein höchst belesener Kenner der deutschen Nahost-Politik. Seine jüngste Veröffentlichung nennt im Literaturverzeichnis mehr als 70 Bücher und rund 35 Aufsätze als Quellen. Es trägt den Titel „Das unheilvolle Dreieck Deutschland, Israel und die Palästinenser. Plädoyer für eine andere Nahostpolitik“ (Herne: Gabriele Schäfer Verlag 2014).

Mit diesem Titel ist auch der Inhalt des Buches weitgehend umrissen. Es handelt von einer Konstellation, die nicht zuletzt in ihrem historischen Hergang begriffen werden muss und deren heutiger Zustand eine Revision Weiterlesen

Der Zionismus vor seinem historischen Ende?

Moshe Zuckermanns neues Buch zeigt auf, in welche politische Ausweglosigkeit Israel durch seine Staatsideologie geraten ist

Der politische Wind hat sich gedreht – nicht zuletzt durch den Angriff Israels auf den Gaza-Streifen im Sommer -, der nicht, wie Israel ihn darstellt, ein „Krieg gegen den Terrorismus“ war, sondern ein weiteres großes Massaker an den Palästinensern, wie der zionistische Siedlerkolonialismus schon viele andere – von Deir Jassin bis Sabra und Schatila – begangen hat. Israel hat diesen „Krieg“ gegen den Gaza-Streifen militärisch natürlich gewonnen, was bei seiner gewaltigen militärischen Übermacht nicht verwundert, aber politisch hat es ihn verloren, denn die Welt beginnt – endlich! – zu begreifen, was sich in Israel/Palästina wirklich abspielt. Siehe die weltweiten Proteste gegen die Politik des zionistischen Staates, die Erfolge der BDS-Kampagne und die Ankündigung mehrerer Staaten, Palästina völkerrechtlich anzuerkennen. Weiterlesen