„Youth Against Settlements (YAS)“ aus Hebron waren in Bremen

Hebron ist (nach Ost-Jerusalem) die zweitgrößte Stadt im Westjordanland. Mit ihren rd. 200.000 Einwohnern war und ist es auch heute noch ein wichtiges ökonomisches und kulturelles Zentrum. Hebron hat eine uralte und – wie in Palästina üblich – sehr bewegte Geschichte. Der biblischen Überlieferung zufolge liegen hier die Erzväter Abraham, Isaak und Jakob sowie ihre Frauen Sara, Rebekka und Lea in der Höhle Machpela begraben. Hebron ist das älteste und ein wichtiges religiöses Heiligtum für das Judentum, das Christentum und den Islam als den drei abrahamitischen Religionen. Über der Höhle Machpela wurde – in jüngerer Zeit – zunächst eine jüdische Pilgerstätte, dann eine byzantinische Kirche, die später in eine Moschee umgewandelt wurde, die dann von den Kreuzrittern zerstört und (wieder) durch eine Kirche ersetzt wurde. Seit dem Sieg Saladins (eines Kurden) 1187 über die Kreuzritter ist die Kirche eine Moschee. Die berühmte Ibrahim Moschee gilt als die älteste religiöse Stätte, die noch regelmäßig genutzt wird. Weiterlesen

Die Antikriegskonferenz in der Zionsgemeinde

Das Nahost-Forum Bremen unterstützt die Regionale Antikriegskonferenz, die am 5. September von 11 – 17 Uhr in der Zionsgemeinde, Kornstraße 31, stattfindet. Die Konferenz behandelt u. a. Themen, die auch Themen des Nahostforums sind, z. B. Nuklearwaffen, Drohnen, Fragen des Völkerrechts, die Verfolgung von Kriegsverbrechen usw. So weit die Referate nicht direkt Bezug auf die Situation in Israel/Palästina nehmen, besteht im Rahmen der Diskussion die Möglichkeit, darauf hinzuweisen.

Es sind acht Vorträge geplant, die nicht länger als jeweils 20 Minuten dauern, damit Gelegenheit und genügend Zeit zur Diskussion (auch für Pausen) bleibt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich unter: info@bremerfriedensforum.de. Weiterlesen

„Kinder in israelischer Militärhaft“ – EAPPI-Ausstellung in Kapitel 8 eröffnet

Das Regime der israelischen Besatzungsmacht in der Westbank ist grausam und völkerrechtlich illegal. Kinder leiden unter den Verhaftungen, Vertreibungen, Hauszerstörungen und den Demütigungen ihrer Eltern besonders. Am 13. April 2015 wurde im „Kapitel 8“, dem Evangelischen Informationszentrum an der Domsheide, die Ausstellung „Kinder in israelischer Militärhaft“ eröffnet. Organisiert hat die Ausstellung das EAPPI-Netzwerk Deutschland. Hildegard Lenz (Bremen) und Dr. Andreas Grüneisen (Berlin) waren als „EAs“, das sind die „Ecumenical Accompaniers“, (Ökumenische Begleiter) in Israel/Palästina gewesen und berichteten eindrucksvoll mit vielen Fotos und Schautafeln über das, was die Besatzung mit Kindern anrichtet.

Dr. Grüneisen war so freundlich, uns seine Präsentation mit vielen Schaubildern und eindrucksvollen Fotos zur Verfügung zu stellen.

Die Präsentation von Dr. Grüneisen Teil 1 hier
Die Präsentation von Dr. Grüneisen Teil 2 hier Weiterlesen

Jeff Halper: Drei bittere Wahrheiten zum Israel-Palästina-Konflikt

Hier ein vollständiger Audio-Mittschnitt mit Übersetzung (120 Min.) der Veranstaltung

Der letzte Abend im Begleitprogramm für die Nakba-Ausstellung in der Zentralbibliothek Bremen war wieder ein großer Erfolg und der Wallsaal bis auf den letzten Platz besetzt. Der Referent des Abends war Jeff Halper, der von Claus Walischewski kurz vorgestellt wurde: Halper ist ein in Minnesota geborener amerikanisch-jüdischer Professor für Anthropologie, der seit 40 Jahren isralischer Staatsbürger ist. Er ist Gründer und unangefochtener Chef der Organisation „Israeli Comittee Against House Demolition“ (ICAHD). Er hat sich bei verschiedenen Aktionen oft vor die Planierraupen gesetzt und ist acht mal verhaftet worden. Weiterlesen

Politische Musik – „Weltmusik für den Frieden“ im Sendesaal Bremen

Viele Musiker waren gekommen, um im Sendesaal Bremen die „Weltmusik für den Frieden“ zu singen und zu spielen: es traten auf das Jugend-Sinfonie-Orchester Bremen-Nord der Musikschule Bremen, der Chor „Sol-la-la“ (unter der Leitung von Christian Höffling) und eine Gruppe syrischer Musiker. Das Konzert war großartig, berührend. Weiterlesen

Erfolgreiche »Nakba«-Ausstellung – eine Zwischenbilanz

Veranstaltungen zur Vertreibung der Palästinenser 1948 in Bremen wegen Überfüllung zeitweise geschlossen

In mehreren Veranstaltungen in verschiedenen großen Sälen der Stadt zeigte sich, wie groß das Interesse in Bremen für die Thematik »Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948« ist. In die Ausstellung mit diesem Titel kamen bis jetzt über 650 Besucher. Sie ist noch bis zum 17. März Weiterlesen

Siedlerkolonialismus

Der Vortragssaal im Überseemuseum, den die Organisatoren der Nakba-Ausstellung dank der guten Kooperation mit dem Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (BIZ) nutzen konnten, war , wie schon die Eröffnungsveranstaltung der Nakba-Ausstellung, bis auf den letzten Platz und darüber hinaus gefüllt. Am 1. März 2015 referierte der israelische Historiker Prof. Ilan Pappe über „Die Vertreibung der Palästinenser“. Ilan Pappe gehört zu der Gruppe der neuen israelischen Historiker, Weiterlesen

Eröffnung der Nakba-Ausstellung: wegen Überfüllung geschlossen

Obwohl die Veranstalter mit vielen BesucherInnen gerechnet hatten – das war dann doch für alle unerwartet. Schon kurz vor 19 Uhr wurden von der Bibliotheksleitung die Türen geschlossen und niemand mehr von den rd. 100 Wartenden reingelassen. Aus feuerpolizeilichen Gründen wäre keine andere Lösung möglich gewesen. Unter den Wartenden waren auch mehrere Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Bremen, die lautstark Einlass begehrten. Aber es gab auch für sie natürlich keine Ausnahme; und hoffentlich interpretieren Sie das nicht als antisemitischen Affront gegen sich. Weiterlesen

»Schmerzhafte Reise in die Vergangenheit«

Bremen: Aufregung um »Nakba«-Ausstellung zur Vertreibung der Palästinenser 1948
von Sönke Hundt

Die Ausstellung mit dem Titel »Nakba – die Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948«, die vom 18. Februar bis zum 17. März in der Zentralbibliothek in Bremen gezeigt wird, hat in der Hansestadt zu heftigen Auseinandersetzungen – vor allem hinter den Kulissen – geführt. Am Dienstag, während der öffentlichen Sitzung der Kulturdeputation der Bremischen Bürgerschaft, erklärte Bürgermeister Jens Böhrnsen auf Anfrage des Vertreters der CDU, dass mit juristischen Mitteln die Ausstellung wohl nicht mehr verhindert werden könne. Versuche in diese Richtung hatte es mehrere gegeben, vor allem von seiten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) und der Jüdischen Gemeinde. Auch eine Gruppierung aus dem sogenannten antideutschen Spektrum (sie nennt sich »C3«, ihre Mitglieder bleiben anonym) meldete sich im Internet zu Wort und forderte, »den renitenten Bremer Antisemiten (…) kein öffentliches Forum zu geben«. Weiterlesen