Es reicht! (von Richard C. Schneider)

Vorbemerkung: Hier kommt es nicht so sehr auf den Inhalt als auf den Autor an. Es ist Richard C. Schneider, der als Studioleiter und Chefkorrespondent der ARD in Tel Aviv fast ein Monopol auf die Palästina-Berichterstattung hat und für seine recht einseitigen Berichte vor allem während des letzten Gaza-Krieges bekannt ist. Hier äußert er sich ganz anders, aber – soweit bekannt – bis jetzt nicht in einem der ARD-Hörfunk- oder TV-Sender. (S.H.)

Ein palästinensisches Baby ist bei lebendigem Leibe verbrannt. Verbrannt, weil jüdische Extremisten das Haus der Familie angezündet haben. Aus Hass, aus Rassismus, aus religiösem Eifer. Alle israelischen Politiker verurteilten die Tat als blanken Terror. Netanyahu sprach von Terror und auch der Führer der Siedlerpartei Naftali Bennet. In Israel wurde das als grosses Ereignis bejubelt. Was sind wir doch für eine tolle Demokratie, alle Politiker sprechen von «Terror», wir sind ein grossartiges Volk! Unsinn. Das ist der kleinste gemeinsame Nenner, den demokratische Politiker haben sollten: Terror schlicht Terror zu nennen. Und es ist auch Unsinn, sofort den palästinensischen Terror als Vergleich heranzuziehen, der ja viel schlimmer sei. Oder zu erklären, dass palästinensische Politiker Terroristen oftmals bejubeln, sie als Freiheitskämpfer bewundern, sie mit Ehrungen überschütten. Na und? Will «die einzige Demokratie des Nahen Ostens» sich vergleichen lassen mit der islamistischen Hamas oder mit Teilen der Fatah? Man ist doch sonst immer darauf erpicht, der Welt klarzumachen, dass man nicht so sei wie «die Palästinenser»….

Der vollständige Artikel hier:  http://www.tachles.ch/es-reicht

 

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