Riad Othmann: Gaza im Krieg. Keine Zuflucht, nirgends …

Mit Riad Othman/medico International e.V.
Am: Donnerstag, den 4. Juli 2024; Um: 19.00 Uhr;
Ort: Zionskirche/Großer Saal, Kornstr. 31, Bremen/Neustadt
Nach dem Überraschungsangriff der Hamas und anderer bewaffneter palästinensischer Gruppen am 7. Oktober 2023, dem in Israel über 1.000 Menschen zum Opfer fielen, begann das israelische Militär mit den verheerendsten und tödlichsten Angriffen auf Gaza in der Geschichte der seit bald zwei Jahrzehnten abgeriegelten Enklave. Weiterlesen

37. Free-Gaza-Demonstration

An der nunmehr 37. Free-Gaza-Demonstration am 1. Juni 2024 beteiligten sich wieder über 400 Menschen. Zuerst sprach Gerhard Baisch vom Bremer Friedensforum. Er ist Rechtsanwalt und Vorsitzender der internationalen Juristenorganisation IALANA. (Manuskript seiner Rede hier). Danach begann Hanna Taieb ihre bewegende Rede. (Manuskript ihrer Rede hier). Nach der Kundgebung am Hauptbahnhof zog der Demonstration durch das Viertel bis zum Marktplatz. Mehr Infos – wie immer – auf dem Instagram-Kanal der Palästinensischen Gemeinde. Weiterlesen

Andreas Zumach in Bremen: „Der Konflikt Palästina-Israel im Kontext des Mittleren Ostens“

Andreas Zumach, der international renommierte Journalist aus der Schweiz, dessen Artikel und Beiträge in vielen Medien erscheinen, war am 20. April in Bremen zu einer Diskussionsveranstaltung in das Gemeindezentrum St. Pauli in Bremens Neustadt gekommen. Er referierte rhetorisch brilliant, völlig frei und trotzdem gut strukturiert – ohne Powerpoint und ohne einen Spickzettel – über das Thema des Abends: „Der Konflikt Palästina-Israel im Kontext des Mittleren Ostens“.

Der Referent blieb nicht an der Oberfläche der tagespolitischen Ereignisse in den schrecklichen Kriegen. Er verstand es, tief einzutauchen in die ökonomischen, politischen, historischen und schließlich auch religiösen Zusammenhänge in all ihrer Komplexität. Er war ausgesprochen gut „drin“ in seinem Thema, hatte er doch gerade die neue Auflage seines Buches („Globales Chaos – Ist die Weltorganisation überflüssig geworden?“) fertiggestellt. Weiterlesen

Ein Verkehrschaos mitten in der Wüste – eine Demo für Susiya

15-07-27 susiya 3 15-07-27 susiya 2 15-07-27 susiya 1Das palästinensische Dorf Susiya südlich von Hebron liegt in der C-Zone, befindet sich also unter der direkten militärischen und verwaltungstechnischen Kontrolle der israelischen Militärbehörden. Ihm droht (wieder einmal) der Abriss auf der Grundlage eines Beschlusses, den die siedlernahe Organisation „Regavim“ durchsetzen konnte. Der Protest gegen die Zerstörung ist dieses Mal weltweit. Anfang letzter Woche appellierten sogar die EU und die USA an Israel, den Plan aufzugeben. Nach den jüngsten Meldungen (Ha’aretz v. 26.07.15) wird die Zerstörung des Dorfes zur Zeit nicht durchgeführt, da aktuell in einem internen Report der Armee (IDF) bestätigt worden sei, dass sich das Land nachweislich in Privatbesitz befindet und die Bewohner aus diesem Grund nicht zum Verlassen ihres Besitzes gezwungen werden können.

Adam Keller von Gush Shalom berichtete am 25.07.15 in seinem Blog über eine große Demonstration zur Unterstützung der Dorfbewohner. Weiterlesen

Ehemaliger Mossad-Chef fürchtet um die Zukunft des Zionismus

Ex-Mossad-Chef Shabtei Shavit auf der Herzliya Conference v. 10.06.14 auf youtube

Immer mehr hohe israelische Militärs und Angehörige der Geheimdienste gehen auf Distanz zu Netanyahus Politik gegenüber den Palästinensern. Die Kritik kommt also aus der Mitte des Zionismus und des politischen Establishments, und sie richtet sich immer mehr gegen den zunehmenden Einfluss der religiösen Siedlerbewegung auf die offizielle Politik. Erst am 3. November 2014 hatten sich 106 ehemalige IDF-Generäle und Mossad-Chefs öffentlich zu Wort gemeldet (wir berichteten) und eine „Diplomatie für den Frieden“ gefordert. Weiterlesen

Jeff Halper: Die Botschaft der Palästinenser an Israel: „Gebt uns Gerechtigkeit oder verschwindet“

Bis zur Operation ‘Fels in der Brandung’ (Protective Edge) kamen die meisten ‘Botschaften’ bezüglich des  israelisch-palästinensischen Konfliktes – zumindest diejenigen, die durch die Mainstream-Medien gingen – von israelischer Seite. Von den Anfängen des Zionismus in Palästina – vor etwa 110 Jahren – an hat die jüdische Gemeinschaft, und zwar weder der Yishuv Weiterlesen

Faschismus in Israel? Prof. Zeev Sternhell im Interview

Prof. Steev Sternhell, Hebräische Universität Jerusalem

Der israelische Politologe und Faschismusforscher Prof. Zeev Sternhell hat sich in einem in der israelischen Zeitung HAARETZ am 15. August 2014 veröffentlichten Interview über Anzeichen für einen in Israel heraufziehenden Faschismus geäußert. Der mit dem Israel-Preis ausgezeichnete berühmte Politologe und Faschismusforscher fürchtet den Zusammenbruch der israelischen Demokratie und vergleicht die gegenwärtige Atmosphäre in Israel mit der, die in den 1940er Jahren in Frankreich geherrscht hat. Die Zeit laufe ab, um diese furchterregende Tendenz umzukehren.

Gidi Weitz hat Zeev Sternhell interviewt. In: HAARETZ, 15.08.14 Weiterlesen

Keine deutschen Medien in Gaza

Martin Lejeune ist zur Zeit tatsächlich der einzige deutsche Journalist, der direkt aus Gaza berichtet. Die Vertreter von ARD, ZDF, den großen Radiosendern, den großen Zeitungen wie FAZ oder SZ usw. berichten aus ihren sicheren Büros aus Tel-Aviv oder Jerusalem. Andere Länder, andere Sitten. Für TV- und Radiosendern sowie Zeitungen aus Spanien, Portugal, Frankreich, Kanada, Neuseeland, Australien, den afrikanischen Ländern, Japan, Korea usw. wird direkt, teilweise mit größeren Teams, berichtet. Über 500 internationale Journalisten sind bei den palästinensischen Behörden gemeldet. Aber eben niemand aus Deutschland. Es ist sehr interessant und sehr deprimierend, was Martin Lejeune, von dem wir schon mehrere Beiträge (mit seiner freundlichen Genehmigung) gebracht haben, hier im Video erzählt.

„Wenn Empathie als Verbrechen zählt“ – Interview mit Yehuda Shaul

Yehuda Shaul war 2010 im DGB-Haus in Bremen

Yehuda Shaul ist Mitbegründer von „Breaking the Silence“, einer NGO israelischer Ex-Soldaten, die die israelische Öffentlichkeit mit der Realität in den besetzten Gebieten konfrontiert. Marian Brehmer sprach mit ihm über den Gaza-Krieg und die Folgen der anhaltenden Besatzungspolitik.

Mit der gegenwärtigen „Operation Protective Edge“ der israelischen Armee scheint die Gewalt gegen Zivilisten in Gaza einen vorläufigen Höhepunkt gefunden zu haben. Trifft dieser Eindruck zu? Weiterlesen